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Linux ohne Grafik
Geschrieben am 7. August 2009 18 KommentareLinux ohne Grafik ist der Titel einer nun folgende Artikelserie, die sich mit Anwendungen in der Konsole befasst. Ziel der Serie ist es, nach und nach Programme beherrschen zu können, mit denen man (theoretisch) einen produktiven Einsatz im dritten Runlevel (der rein rechnerisch nicht der „dritte“ ist, siehe Wikipedia) starten kann. Oder falls der Grafikkartentreiber mal total abschmieren sollte, kann man den PC vorübergehend gut nutzen. Wir gehen dabei auf fast alle Bereiche des täglichen Computerbereichs ein.
Themenschwerpunkte
- Internet: Wir erklären, wie man in der Konsole eine Verbindung ins Internet aufbaut. Dies wird auch gleich der Eröffner dieser Serie sein. Außerdem werden wir Browser vorstellen. Downloadmanager und Bittorrent-Clients bekommen die gleiche Aufmerksamkeit wie ein Mailclient.
- Dateiverwaltung: Wie man Dateien verwalten kann und mehr oder weniger übersichtlich darstellt.
- Editoren: Bei diesem Schwerpunkt stellen wir Editoren und Kalendersoftware vor.
- Spiele: Auch die Unterhaltung darf bei einem produktiven Gebrauch der Konsole nicht zu kurz kommen. Aus diesem Grund werden wir auch ein paar Konsolengames beleuchten.
- Mulitimedia: Von Bildbearbeitung über Musikabspielsoftware bis zum Videoabspielprogramm gibt es auch hier allerhand zu berichten.
Vorgehensweise
Wir werden in noch unbeschlossener Reihenfolge die Themenbereiche nacheinander bearbeiten. Umfangreicheren Programmen widmen wir eigene Artikel, wodurch sich manche Themenschwerpunkte über Wochen ausdehnen.
Die Artikel erscheinen von nun an jedes Wochenende.
Wie kommt man in die Shell?
Terminal
Der einfachste Weg ist natürlich einfach ein Terminal zu öffnen, dort kann man alle Anwendungen testen, ohne die die Desktopumgebung verlassen zu müssen. Terminals gibt es für jede Desktopumgebung, meistens schon vorinstalliert. Im GNOME-Menü findet man es z.B. unter Anwendungen → Zubehör (Systemwerkzeuge) → Terminal. Eine Liste weiterer Terminals hat ubuntuusers zusammegetragen.
Im laufenden System
Ein weiterer Weg ist es, einfach im laufendene Betrieb STRG+ALT+F1 zu drücken. Damit kommt man in ein virutelles Terminal. Mit STRG+ALT+F2 bis STRG+ALT+F6 kommt man in weitere davon, falls eine mal nicht ausreicht. Über ALT+{← | → } kann man zwischen ihnen navigieren. Zur grafischen Desktopumgebung gelangt man wieder mit STRG+ALT+F7.
Vor dem Booten
Wenn ihr ganz ohne Grafik starten wollt müsst ihr den Eintrag in Grub aufpassen. Dazu wählt ihr im Grubmenü den jeweiligen Eintrag und bestätigt dabei nicht mit Enter, sondern drückt die Taste e. Jetzt eröffnet sich die Möglichkeit, den entsprechenden Eintrag in der menu.lst zu editieren. Ihr wechselt in die Zeile, die mit “kernel” beginnt und bestätigt erneut mit e. In der nun angezeigten Zeile fügt ihr eine mit Leerzeichen getrennte 3 an und speichert es temporär mit Enter. Mit b wird der Bootvorgang eingeleitet, der im dritten Runlevel planmäßig beendet wird. (Bei einem Neustart ist die Zeile wieder normal).
Beispiel:vorher: kernel /boot/vmlinuz-kern root=UUID=zahlen... ro quiet splash nachher: kernel /boot/vmlinuz-kern root=UUID=zahlen... ro quiet splash 3
Wir hoffen, ihr habt viel Spaß dabei, euer Linux auch mal ohne grafische Oberfläche zu entdecken und können euch dazu überreden, euer System auch das eine oder andere mal komplett ohne Grafik zu laden.
Gruß Benni und JonasKommentare:
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Hallo,
die Idee finde ich sehr gut und ich freue mich schon auf die ersten Artikel
Für Leute wie mich, die erst seit ein paar Monaten bei Linux sind gibts da bestimmt viel neues zu lernen ^^
Gruß,
Wanderdüne -
burli 7. August 2009 um 08:45
Ein kleiner Fehler. Wenn man im laufenden System ist reicht Strg+F1 nicht aus. Man muss Strg+Alt+F1 drücken, um auf die Textkonsole zu kommen.
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killermoehre 7. August 2009 um 08:54
Wirklich schöne Idee und Umsetzung.
Was ich aber anmerken möchte ist, dass zumindest unter Ubuntu die Tastenkombination nicht Strg+F# ist, sondern (und hier muss zwischen der Richtung entschieden werden) entweder Strg+Alt+F#, um von der graphischen Oberfläche zu den VTs zu gelangen und Alt+F#, um zwischen den VTs zu springen und wieder auf die graphische Oberfläche zu kommen.
Zwischen den VTs kann man übrigens mit Alt+Pfeiltaste “blättern”.killermoehre
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Jute sache, ich freu mich schon drauf, will mich in nächster Zeit sowieso viel mehr mit der Konsole beschäftigen.
Gruß, deadshox
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Andreas 7. August 2009 um 09:32
Willkommen in der Steinzeit…welcher User benutzt denn freiwillig den Textmodus?
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> Willkommen in der Steinzeit…welcher User benutzt denn freiwillig den Textmodus?
Leute die ernsthaft arbeiten …Gute Idee, werd es auf jeden Fall verfolgen. Das einzige Problem, dass ich sehe ist:
Es gibt viele Leute die schon Ahnung vom “Textmodus” haben.
Es gibt sehr viele Leute die Absolut keine Lust haben ohne klickibunti zu arbeiten.
Irgendwo dazwischen ist eure kleine Zielgruppe
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So schön ich den Ansatz auch finde mal über die Konsole aufzuklären so sehr klappen mit bei der Begrifflichkeit “Textmodus” die Fußnägel hoch :-/
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ice polar 7. August 2009 um 10:55
Und noch etwas zu Microsoft, die gerade ihr neuestes OS (windwos 2008 server) mit der sogenannten PowerShell ausgerüstet hat und auch eine Installationsoption “mit ohne GUI” dafür anbietet.
Zudem können einige neue Serverprogrammversionen (z.B Exchange) mit Scripten administriert werden.Was entnehmen wir aus diesen Informationen: Selbst in Redmond hat man den Wert und Nutzen der Konsole erkannt und setzt nun voll darauf!
Diese Artikelreihe liegt also voll im Trend (obwohl die gemeinen Nutzer vielleicht nicht gerade DIE Zielgruppe sind).
Ich bin gespannt, was da kommt.
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Da bin ich echt mal gespannt, was man im “Textmodus” so machen kann
. Ihr dürft auf keinen Fall centericq vergessen, -
cubefan 7. August 2009 um 12:18
Freu mich sehr über diese Idee. Wenn man zwar auf grafischer Ebene schon etliche “Linuxe” installiert hat, aber in der Konsole sehr wenig Ahnung hat, ist man dankbar,wenn andre sich die Mühe machen und diese Bildungslücke füllen wollen.
Bin immer beeindruckt, wenn man mal `nen Freund um Hilfe bittet, und der dann in der Konsole zu “zaubern” anfängt.
Feine Sache also. -
Super Idee. Ich will mich nämlich auch mehr mit der Konsole beschäftigen.
Habe auch gleich mal versucht, mit STRG+F1 eine Konsole zu öffnen – geht nicht (auch mit STRG+F**).
Versteh’ ich nicht. Vielleicht gibt’s ja ‘ne Erklärung für eine Unbedarfte.Freue mich auf jeden Fall auf Fortsetzung der Reihe.
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Hallo an alle aufmerksamen Leser. Vielen Dank an die Hinweise, die über Kommentare oder per Mail eingetrudelt sind und uns auf diesen Fauxpas aufmerksam machten. Selbstverständlich lautet die Tastenkombination STRG+ALT+F# um in die virtuellen Terminals zu gelangen.
Hiermit bitte ich bei denen um Entschuldigung, die durch unsere Formulierung und diese ungünstige Unaufmerksamkeit verwirrt wurden.
Wir freuen uns über die große Freude auf diese Artikelserie und hoffen, alle Erwartungen diesbezüglich auch zu erfüllen.
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Danke für die Hinweise.
@ Benni
Um zur grafischen Oberfläche zurückzukommen, funktioniert die Tastenkombination STRG+ALT+F7.Danke für die Infos. Wieder ‘was gelernt
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@Ela, ja, das haben wir im Artikel ja beschrieben
Super dass es bei dir nun auch funktioniert!
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chulu 27. Januar 2010 um 09:52
Heja leute,
super idee so ein artikel, vorallem für konsolen n00bs wie mich
, aber wo find ich de
??lg
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Wanderduene 7. August 2009 um 08:27