-
LoG: Von Ausrufezeichen und Akzenten
Posted on November 17th, 2009 10 commentsTranslate original post with Google Translate
Passend zu unserer Linux ohne Grafikreihe gebe ich nun ein paar Kurztipps zur Minikorrektur bei fehlerhaft eingegebenen Befehlen in der Konsole.
Einigen wird sicherlich schon einmal aufgefallen sein, dass ein Druck auf die Taste ↑ im Terminal den zuletzt aufgerufenen Befehl wieder aufnimmt. Das ist ja ganz praktisch, für mache Zwecke allerdings etwas umständlich. Führt man z.B. einen Befehl aus, ohne Superuser Rechte zu besitzen, obwohl diese notwendig wären, handeln viele so: sie tippen den gesamten Befehl erneut ein, diesmal z.B. mit einem sudo davor, oder sie drücken besagt ↑-Taste, ← bis der Cursor vor dem Befehl ist und ergänzen ihn dann mit sudo. Aber es geht auch einfacher!Ein simples sudo !! erfüllt den gleichen Zweck, nur um einiges schneller! Die beiden Ausrufezeichen stehen in diesem Fall für den zuletzt ausgeführten Befehl. Es gibt noch weitere von diesen Ereignisbezeichnern: Read the rest of this entry »
-
LoG: E-Mail
Posted on October 10th, 2009 1 commentTranslate original post with Google Translate
Natürlich kann man auch ohne eine Grafische Oberfläche Emails schreiben und empfangen. Allerdings ist vor allem die Einrichtung nicht so ganz trivial wie man das gerne hätte. Aber naja, man wächst mit seinen Aufgaben.
Als E-Mail-Client wird Mutt dienen, ein sehr mächtiges Programm für die Konsole.
Um Mutt nutzen zu können, braucht man allerdings noch einige andere Programme, zum Beispiel eines, das die E-Mail abholt und eines, das sie versendet.Emails vom Server abholen
Um Emails vom Server abzuholen, braucht man ein Programm wie fetchmail, mpop oder getmail.
Ich gehe hier nur auf die Konfiguration von Fetchmail ein, weil es in den Quellen ist und im Gegensatz zu mpop auch IMAP kann und nicht nur POP3.Konfiguration Fetchmail
Die Konfiguration ist recht einfach und geht über eine einzige Datei, der
.fetchmailrc
Man erstellt diese Datei und fügt ihr folgende Zeile hinzu:
poll ADRESSE DES SERVERS protocol pop3/imap user "benutzername" password "passwort"
Achtung, hier steht das Passwort im Klartext, man sollte also gegebenenfalls die Zugriffsrechte beschränken
Natürlich kann man auf diese Weise auch mehrere Mailkonten gleichzeitig abrufen, einfach eine zweite Zeile hinzufügen.
Damit ist Fetchmail auch schon eingerichtet und man kann sich auf auf den nächsten Schritt vorbereiten:Emails verteilen
Die Emails auf verschiedene Ordner zu verteilen übernimmt procmail.
Auch dieses Programm wird über eine einzige Konfigurationsdatei, der.procmailrc
gesteuert.
Auch diese Datei muss wieder erstellt werden und mit Inhalt gefüllt werden.
Um zu funktionieren reicht es, wenn die Datei folgenden Inhalt hat:MAILDIR=$HOME/Mail LOGFILE=$HOME/.procmaillog LOGABSTRACT=no VERBOSE=off
Dazu muss der Ordner ~/Mail existieren.
Dieser kann mit mitmkdir ~/Mail
erstellt werden.
Procmail hat einige Funktionen, wie etwa einen rudimentären Spamfilter oder die Möglichkeit, Emails je nach Empfänger in verschiedene Ordner zu verteilen.
Wie das geht steht in der man-page von procmail oder auch ganz gut im Ubuntuusers-WikiEmails verschicken
Emails verschicken geht mit nbsmtp.
Die Konfiguration geschieht mit mutt in der muttrcKonfiguration von Mutt
Hier mal eine kleine Beispielkonfigurationsdatei:
set folder="$HOME/Mail"
set record="$HOME/Mail/sent"
set editor="nano"
my_hdr From: PERSON@DOMAIN.DE
my_hdr Reply-To: PERSON@DOMAIN.DE
set delete=no
set pager_index_lines=8
set sendmail="/usr/bin/nbsmtp -U BENUTZERNAME -P PASSWORT -d DOMAIN -h AUSGANGSSERVER -f ABSENDERADRESSE"
macro index G "!fetchmail -k -m 'procmail -d %T'\r"
macro pager G "!fetchmail -k -m 'procmail -d %T'\r"
Auch hier ist wieder ein Passwort im Klartext gespeichert, also Zugriffsrechte beschränken!
Mutt lässt sich nahezu beliebig konfigurieren, Hilfe hierbei bietet hier die Manpage oder zahlreiche im Internet zu findende Beispielkonfigurationen. Als Editor muss man nicht unbedingt nano nehmen, man kann auch jeden beliebigen anderen nehmen, sogar grafische.Hier gibt es einmal meine Beispielkonfiguration, mit ein bisschen mehr Farbe und einigen Hervorhebungen (Internetadressen/E-Mail-Adressen) in der E-Mail.
Gestartet wird mutt dann über das Terminal mit mutt, alle anderen Programme verrichten ihre Dienste im Hintergrund.
Bedienung
Die Bedienung ist eigentlich relativ einfach, mit shift+gholt man seine Emails ab, mit den Pfeiltasten navigiert man zwischen den Emails herum, mit der Leertaste blättert man weiter, mit der Enter-Taste wählt man eine E-Mail aus und mit shift+f leitet man eine E-Mail weiter.
Weitere Hilfen bei der Bedienung gibt es wie immer in der man-page. Die Standardbefehle wie senden, antworten oder antworten an alle stehen auch nochmal oben in der ersten Zeile von mutt. -
Dopewars
Posted on October 7th, 2009 6 commentsTranslate original post with Google Translate
Eine Perle der Textspiele befindet sich in den meisten Repositoriys diverser Linuxdistributionen. Sie nennt sich “Dopewars” – zu deutsch “Drogenkrieg“, eine Anspielung auf den Namen des zugrunde liegenden Spiels von John E. Dell Drugwars. Mit dem Befehl
sudo apt-get install dopewars
(oder über andere Paketmanager) kann man dieses Spiel installieren. Das Spiel basiert auf Ncurses, weswegen man es sowohl inner-, als auch außerhalb der Konsole spielen kann (dort dann über GTK+).
Dopewars ist total frei von “Grafik”, also das ganze Spiel basiert auf Text. Ziel des Spiels ist es, so viel Geld wie möglich zu verdienen, ohne dabei umgebracht zu werden
Spiel starten
Möchte man das Spiel normal starten, benutzt man wahlweise den Starter im GNOME-Menü unter Anwendungen → Spiele → Drogenkrieg oder startet es über den Befehl
dopewars
Wer es in der Shell spielen möchte benötigt noch den dazugehörenden Schalter:
dopewars -t
Anschließend hat man die Wahl: möchte man im Einzelspielermodus spielen, oder lieber in einem lokalen oder globalen Netzwerk. Im Gegensatz zum Einzelspielermodus kann es vorkommen, dass man bei mehreren Spielern gleichzeitig mit anderen Dealern an einen Ort kommt und evtl. angegriffen wird. Verbindungen zu nicht öffentlichen Servern nimmt man über deren globale IP auf, in lokalen Netzwerken nutzt man “localhost”. Möchte man selbst einen privaten Server hosten, tut man dies über
dopewars -S
einen öffentlichen Server startet man mit einem kleinen s. Details dazu kann man der Manpage entnehmen. Read the rest of this entry »
-
LoG: Spiele
Posted on October 4th, 2009 7 commentsTranslate original post with Google Translate
Natürlich muss man auch ohne eine grafische Umgebung nicht auf kleinere Spiele für zwischendurch verzichten. Ein paar Spiele für die Konsole möchten wir euch hier vorstellen.
Pacman
Von Pacman gibt es natürlich auch eine Version für die Konsole. Das Programm heißt pacman4console und kann aus den Ubuntu-Quellen mit
sudo apt-get install pacman4console
Gestartet wird pacman4console. Gespielt wird mit den Pfeiltasten.
Spaceinvaders
Um Spaceinvaders spielen zu können, gibt es das Programm ninvaders. Das Spiel wird mit
sudo apt-get install ninvaders
installiert und auch mit ninvaders gestartet. Das Raumschiff wird mit den Pfeiltasten bewegt und mit der Leertaste geschossen. Ich nehme mal an, das Prinzip von SpaceInvaders ist allen klar, wenn nicht, Ziel des Spiels ist es, alle feindlichen Raumschiffe abzuschießen, bevor sie dich abschießen. Read the rest of this entry »
-
Gnome-Shell
Posted on September 25th, 2009 11 commentsTranslate original post with Google Translate
Nachdem bald (nächstes Jahr) GNOME 3.0 erscheint, kann man jetzt schon einen Blick auf auf einige elementare Komponenten werfen, darunter die neue Gnome-Shell und Zeitgeist, ein Tool zum Dateien verwalten/durchsuchen.
Wie man die Gnome-Shell auf seinen Ubuntu-Rechner bekommt, das zeigen wir heute.Installation
Um die Gnome-Shell installieren zu wollen braucht man ein normales Linux-System und einen Grafiktreiber, der 3D-Fähigkeiten hat (radeon, radeonhd, vesa etc. reichen also nicht aus)
Karmic
In Karmic ist dies relativ einfach, da die Gnome-Shell in den Quellen mit drin ist. Einfach in ein Terminal
sudo apt-get install gnome-shell
eingeben, oder das grafische Frontend seiner Wahl nutzen.
Jaunty
In Jaunty ist das Installieren der GNOME-Shell schon etwas schwieriger, aber bei weitem nicht unmöglich.
Als erstes muss man sich das Installationsskript hier herunterladenwget http://svn.gnome.org/svn/gnome-shell/trunk/tools/build/gnome-shell-build-setup.sh
danach führt man das Skript aus
./gnome-shell-build-setup.sh
Dabei werden schon ein paar Dateien heruntergeladen.
Man wird danach noch aufgefordert, ein paar Abhängigkeiten zu installieren, was genau fehlt wird einem immer angezeigt. Bei mir hat allerdings noch das Paket libgnome-desktop-dev zusätzlich zu den genannten Paketen gefehlt. Wenn noch was fehlt, dann meckert das Programm im Verlauf der Installation und man kann es noch nachinstallieren.
Wenn die ganzen Abhängigkeiten Installiert sind, führt man diesen Befehl aus:~/bin/jhbuild build
Dies kann nun abhängig von der Internetverbindung und der Rechnergeschwindigkeit etwas dauern, da sieben Programme heruntergeladen und kompiliert werden müssen.
Wenn dabei keine Probleme auftreten, hat man seine Gnome-Shell nun fertig kompiliert.Fedora und andere Distris
Das Installationsskript ist neben Ubuntu auch an Fedora angepasst, also werden auch die fehlenden Abhängigkeiten für Fedora ausgegeben. Für andere Distributionen muss man sich die fehlenden Abhängigkeiten selbst zusammensuchen, wenn man die Äquivalente zu diesen Ubuntupaketen installiert hat, ist man auf der richtigen Seite:
build-essential automake gnome-common flex bison curl git-core subversion gtk-doc-tools mesa-common-dev xulrunner-1.9-dev libdbus-glib-1-dev libffi-dev libgconf2-dev libgtk2.0-dev libgl1-mesa-dev libgstreamer-plugins-base0.10-dev python2.5-dev libwnck-dev libreadline5-dev librsvg2-dev libgnomeui-dev
Die weitere Installation erfolgt dann wie bei Jaunty.
Update
Für Karmic natürlich kein Problem, unter allen anderen Versionen/Distributionen mit diesen Befehl leicht realisierbar:
~/bin/jhbuild build –force –clean
Hierbei wird alles nochmal neu heruntergeladen und kompiliert.
Starten
die Gnome-Shell wird mit
~/install/bin/gnome-shell --replace
Dabei wird Metacity, Kwin, oder was man sonst benutzt durch die Gnome-Shell ersetzt.
Nun kann man die Gnome-Shell als Window-Manager benutzen.Fazit
Wenn man sich die Gnome-Shell mal anschaut, dann fällt einem schon auf, dass die Gnome-Shell zum einen noch nicht wirklich fertig, und zum anderen, dass sie komplett anders als ein normales Gnome 2.x ist.
Wenn man auf Aktivitäten klickt, dann wird der Desktop ein bisschen verkleinert und man kann die geöffneten Anwendungen in dem Menü sehen, sowie die zuletzt geöffneten Dokumente betrachten. Natürlich kann man auch neue Anwendungen starten oder Dokumente mittels des Dateibrowsers öffnen.
Neu ist, dass man Standardmäßig nur einen Desktop hat, man aber beliebig viele hinzufügen kann.
Was ein bisschen schade ist, dass die Gnome-Shell noch nicht wirklich mit Compiz zusammenarbeitet, aber das kommt vielleicht noch.
Man kann sagen, dass sich die Gnome-Entwickler sicher was Gutes dabei gedacht haben, allerdings empfinde ich, soweit ich dies bis jetzt sehen kann, nicht wirklich als Fortschritt. Ich finde Gnome 2.x in Kombination mit Compiz einfach unschlagbar (außer vielleicht in der Geschwindigkeit
). Gerade an Gnome gefällt mir dieses dreigliedrige Menü mit Anwendungen, Orte und System, was jetzt durch ein unübersichtliches Menü, ähnlich des K-Menüs, geopfert wird. Auch dass man zu einem Wechsel der Arbeitsfläche über dieses Menü gehen muss, finde ich nicht gut.
Naja, vielleicht wird da ja noch was verbessert.
Abschließend kann man sagen, als Add-On zu einem normalen Gnome ist es ja ganz nett, aber so als Ersatz noch nicht ganz durchdacht und ausgereift. Aber bis zum Release dauert es ja noch ein halbes Jahr, und da kann ja bekanntlich viel passieren.hier noch ein paar Bilder:
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
Gruß Jonas -
LoG: BitTorrent-Clients
Posted on August 30th, 2009 2 commentsTranslate original post with Google Translate
In unserer Vorstellungsreihe “Linux ohne Grafik” stellen wir euch heute vor, wie man in der Shell Dateien mittels BitTorrent herunterläd. Für dieses Filesharing-Protokoll gibt es natürlich auch verschiedene Programme für die Konsole. Zwei von diesen werden wir hier kurz vorstellen. (siehe auch LoG: Downloadmanager)
Read the rest of this entry » -
LoG: Browser
Posted on August 23rd, 2009 4 commentsTranslate original post with Google Translate
In unserer Vorstellungsreihe “Linux ohne Grafik” stellen wir euch heute vor, wie man in der Shell ein bisschen im Internet surfen kann.
Natürlich nur sehr eingeschränkt, ohne Javaskript, Flash, Bilder, aber immerhin kann man sich die Texte anschauen, was manchmal schon sehr beruhigend sein kann
. Außerdem ist es sehr oft notwendig, dass man nach einem Systemabsturz weiterhin die Möglichkeit hat, auf Hilfeseiten zurückzugreifen. Dort kann man nach Hilfe suchen und den PC wieder flott zu machen. Und dafür braucht man ja diese Späßchen nicht
.
Read the rest of this entry » -
LoG: Downloadmanager
Posted on August 16th, 2009 7 commentsTranslate original post with Google Translate
In unserer Vorstellungsreihe “Linux ohne Grafik” stellen wir euch heute vor, wie man in der Shell Dateien mittels eines Downloadmanagers runterladen kann. Diese Downloadmanager sind vielen bestimmt ein Begriff weil sie einfach sehr praktisch sind (auch wenn man eine GUI zur Verfügung hat).
Read the rest of this entry »
German










