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Pediapress
Geschrieben am 4. Mai 2009 Keine KommentareSicherlich ist dem einen oder anderen schon die neue Funktion der Wikipedia ins Auge gesprungen: sie heißt Wikipedia Buch.
Dahinter verbirgt sich ein Sammeldienst für Wikipediaartikel, die sich in einer beliebigen Reihenfolge anordnen lassen und in beliebig viele, frei wählbare Kapitel einteilen lassen. Anschließend kann man mit diesem „Buch“ weiterarbeiten. Mit diesem Service habe ich mich mal genauer auseinandergesetzt.
Das Buch erstellenDas ist in der Regel sehr einfach. Man besucht den gewünschten Artikel in der Wikipedia und klickt auf die Schaltfläche „Wikiseite hinzufügen“ in der linken Seitenspalte unter dem Oberpunkt „Buch erstellen“. Daraufhin öffnet sich das virtuelle Buch und man kann alle bisher angeführten Artikel in einer Liste sehen. Auf die gleiche Weise kann man beliebig viele weitere Artikel hinzufügen und in der Einstellungsseite die Reihenfolge verändern. Über die oben auf der Seite sichtbaren Funktionen kann man Kapitel hinzufügen, verschieben etc.
Das Buch speichern und herunterladen
Als angemeldeter Benutzer hat man die Möglichkeit, sein persönliches Buch auf der Profilseite von Wikipedia zu speichern. Auf der Modifizierungsseite des Buches findet man rechts den Eintrag fürs Speichern. Man tippt dort einen Namen ein, und es wird einer Unterseite des Benutzers angelegt, in der das Buch gespeichert wird. Mit dieser Methode ist es möglich, mehrere Bücher zu erstellen und alle zu speichern.
Natürlich ist es auch möglich, ein erstelltes Buch als E-Book herunterzuladen und als PDF auf der Festplatte zu speichern. Moderne Reader können es dann abspielen (Sony und Amazon haben beispielsweise solche Handhelds). Alle persönlichen Bücher befinden sich auf der Wikipediahomepage unterhttp://de.wikipedia.org/Benutzer:Benutzername/Bücher/Buchtitel
und lassen sich weiter ergänzen, wenn man sie mittels „Buch übernehmen“ wieder lädt.
Das Buch drucken lassen
Wikipedia bietet über eine externe Firma namens PediaPress den Service an, ein Buch aus Wikipediaartikeln als Printmedium zu bestellen. Diese Funktion habe ich anlässlich Jonas’ Geburtstag einmal getestet. Hierfür benötigt man natürlich ein Buch, dass man wie oben erklärt erstellt. Sobald man bei der Verwaltungsseite des Buches ist, bzw. das gespeicherte Buch wie oben genannt aufruft, gibt es einen Link, mit dem man seine Zusammenstellung bei PediaPress ordern kann. Daraufhin wird man auf die Homepage des Dienstes geleitet und das erstellte Buch wird an Pediapress gesandt.
Nach kurzer Zeit befindet man sich auf der Übersichtsseite von Pediapress. Man kann (bzw. sollte) noch einen treffenden Buchtitel und -untertitel eingeben, denn das ist zusammen mit den Namen des Herausgebers die bisher einzige Möglichkeit, das Buchcover zu gestalten. Das Cover selbst ist laut FAQ nicht anpassbar. Ebenso ist es bisher leider nicht möglich, eine Widmung in das Buch drucken zu lassen.
Der Preis für das Buch wird gleich auf der Startseite mit angezeigt und errechnet sich aus den gedruckten Seiten.
Bezahlen kann man das Buch mit einer Kreditkarte oder mit Paypal, dessen Einrichtung einen eigenen Artikel wert wäre… Nun kann man das Buch in den Warenkorb legen und bestellen.Die Lieferzeit
Da Pediapress aus London kommt, werden die Bücher auch dort gedruckt (Ausnahme sind Kunden aus den USA). Dementsprechend ist die Lieferzeit ziemlich lange. Fairer Weise muss ich hinzufügen, dass ich über die Osterfeiertage bestellte und es vielleicht deshalb zu Verzögerungen kam. Jedenfalls war das Buch ziemlich schnell gedruckt (sechs Tage nach der Bestellung), aber die FAQLieferzeit von „5–10 Werktage[n]“ ist leider etwas zu optimistisch. Meine Bestellung benötigte fast 20 Tage, was besonders als Geburtstagsgeschenk sehr ärgerlich ist. Die Lieferung erfolgt in einem vom Versandhandel Amazon bekannten Pappumschlag.
Das gedruckte Buch
Die Qualität des Lexikons ist erstklassig. Die angegebenen Maße (216 x 140 mm) werden eingehalten, der Umschlag ist zwar kein Hardcover, wirkt aber professionell. Die Artikel werden komplett schwarz/weiß gedruckt (wie aber vorher bekannt war), Schusterjungen und Hurenkinder sind nicht vorhanden, die Quellen werden auf den entsprechenden Seiten als Fußnoten angegeben, Grafiken korrekt in den Text eingebunden, Inhaltsverzeichnis übersichtlich und klar nach Kaptieln gegliedert, Stichwortregister am Ende angegeben, Seiten komplett durchnummeriert und die Artikelbezeichnung als Kopfzeile ausgegeben. Der Preis ist absolut fair.
Nachteile
Das Buch hat eine sehr lange Lieferzeit, was kurioser Weise nicht auf den individuellen Druck zurückzuführen ist. Die Gestaltung des Covers ist bis auf den Titel und den Untertitel komplett einheitlich, man hat keine Möglichkeit, das Bild anzupassen oder zu ersetzen. Wer also eine Orange-Allergie hat, hat bisher schlechte Karten
Ebenso ist ein Farbdruck der Bilder und ein Vorwort o.Ä. momentan nicht möglich, wird aber eventuell noch eingeführt.
Als Monopolist hat Pediapress den Vorteil, dass deswegen aber kein wirklicher Druck auf sie ausgeübt wird.Service auf ein eigenes Wiki ausweiten
Wer selbst Besitzer eines Wikis ist, das auf MediaWiki beruht, hat die Möglichkeit, den Dienst zu integrieren. Notwendig hierfür ist eine Erweiterung namens Collection. Bisher gibt es den Dienst bei der deutschsprachige Wikipedia, Wikibooks, das OpenOffice.org Wiki und ein paar anderen.
Viel Spaß mit den gedruckten Büchern!
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Coburg in Wikipedia
Geschrieben am 24. April 2009 Keine KommentareNormalerweise freut man sich ja, wenn die Heimatstadt in überregionale Schlagzeilen kommt. Besonders toll ist das, wenn man auf der Startseite der Wikipedia erwähnt wird. Doch bei meiner Stadt ist das anders: Sie ist am heutigen Freitag zwar auf der Startseite der Wikipedia unter der Rubrik „Schon gewusst?“ (Archiv), allerdings gerade mit einer Schattenseite der Geschichte:
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Interview mit Jimmy Wales
Geschrieben am 6. April 2009 Keine KommentareHeute morgen führte der Moderator des ZDF-Morgenmagazins ein kurzes Interview mit Wikipediagründer Jimmy Wales. Seine Fragen betrafen überwiegend das Problem der abnehmenden Aktualität der Online-Enzyplopädie, welches beispielsweise durch den Sichtungszwang durch Wikipediaautoren verursacht wird. Mit diesen “gesichteten” Versionen soll Vandalismus und Spielereien in den Wikipediartikeln verhindert werden, was allerdings zu einer Zeitverzögerung der Veröffentlichung der Aktualisierungen führt.
Als Beispiel nennt der Moderator den nordkoreanischen Langsteckenraketentest von gestern. Dieser war zum Zeitpunkt der Ausstrahlung des Morgenmagazins und zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels noch nicht in der Wikipedia erwähnt.
Dieses Aktualitätsproblem war der ausschlaggebende Grund für ein Treffen von Wikipediaautoren in Berlin. Wales möchte einen festen Stamm von Leuten in der Wikipedia haben, welches konkret Artikel kontrolliert, was er mit den Sichtern umsetzt. Gleichzeitig betont er, dass er weiterhin möchte, dass es Otto-Normalverbraucher sind, die die Artikel schreiben. Es sollen lediglich mehr Menschen aus der Fachwelt integriert werden, welche beispielsweise aus Universitäten kommen und sich um “besseren” Inhalt kümmern sollen.
Dabei ist es dem Gründer wichtig, dass Wikipedia weiterhin kostenlos bleibt und ausschließlich von Spenden lebt.
Schließlich soll Wales zum aufgegeben Projekt Wikia Search Stellung nehmen, welches in der vergangenen Woche fallen gelassen wurde. Als Grund gab er an, dass sie sich aufgrund der Finanzkrise auf das Kerngeschäft Wikipedia konzentrieren sollen. Momentan kann man sich nicht auf spekulative Projekte stützen, was sich in meinen Ohren wie leichte Selbstzweifel anhört. Wales wollte mit Wikiasearch dem Marktfüher Google gefährlich werden, was ihm aber nicht einmal ansatzweise gelang.Das gesamte Interview gibt es in der ZDF-Mediathek sowie auf Youtube.
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Wikipedia offline nutzen
Geschrieben am 13. Februar 2009 Keine KommentareHi
Wikipedia ist ja ansich schon eine tolle Erfindung, man kann bequem auf hunderttausende von Artikeln zugreifen und es gibt kaum ein Thema, worüber es keinen Wikipedia-Artikel zu gibt. Allerdings hat man leider nicht überall Internet. Dafür gibt es aber auch eine Lösung: Man kann sich die komplette Wikipedia runterladen und dann auch ohne Internet lesen.
Dazu muss man nur vom Wikipedia-Server die folgenden Dateien herunterladen:
- Wikipedia.base.zip (Anzeige-Software; 13 MB)
- Wikipedia.zeno (Volltext der Artikel; 3,0 GB)
- Wikipedia.index.zeno (Index; 1,2 GB)
Wenn man zusätzlich noch kleine Bilder haben will, dann noch diese Datei:
- Wikipedia.images.zeno (Kleine Bilder; 3,3 GB)
Für große Bilder braucht man noch
- Wikipedia.images.01.zeno
- Wikipedia.images.02.zeno
- Wikipedia.images.03.zeno
allerdings wird es dann mit zusätlichen 22 GB an Daten doch noch etwas länger dauern.
Die Daten liegen alle auf HTTP/FTP Servern von verschiedenen Universitäten, man kann allerdings auch die Dateien über Rapidshare oder Bittorent runterladen.
Danach entpackt man das zip-Archiv und schiebt die .zeno Dateien in den entpackten Ordner. In den Paketen liegt der ZenoReader als Windows-, MacOS X, Ubuntu 7.04 Version und im Linux-Quelltext vor. Leider bekam ich weder das Ubuntu-Binärpaket, als auch das selbstkompilieren hin. Allerdings funktioniert die Windows-Version unter Linux mit Wine, die zumal noch den Vorteil einer grafischen Oberfläche hat, die die Linux-Versionen nicht haben.
Wenn der Server gestartet ist, kann man Wikipedia in dem Webbrowser seiner Wahl über http://localhost:8080 aufrufen und wie gewohnt surfen. Falls Port 8080 schon benutzt wird, kann man den Port auch ändern.
Abschließend kann man sagen, dass Wikipedia als Offline-Version sehr praktisch ist und auch leicht einzurichten ist. Einzig dass die Linux-Version des ZenoReaders nicht funktioniert, und dass die Artikel ein bisschen älter sind ist zu kritisieren.
Viel Spaß damit
Gruß Joe


