Das Blog von Benni und Jonas
  • Der Suchmaschine Browser

    Geschrieben am 7. Juni 2009 benni Keine Kommentare

      Seit ein paar Tagen gibt es „endlich“ den lange schon heiß diskutierten BrowserGoogle Chorme, der auf dem zum verwechseln ähnlich klingenden open-source Projekt „Chromium“ basiert, auch für Linux als natives Programm. Ein Grund, sich dieses Wunderwerk einmal anzusehen.

      Ja, das Wort „Wunderwerk“ kann man in diesem Zusammenhang schon einmal benutzen, denn Google Chrome ist der erste von mir benutzte Browser, der denAcid3-Testmit unglaublichen einhundert Punkten besteht. Nicht einmal dervon uns vorgestellte, revolutionierte Browser Firefox Shiretoko konnte dies. Er scheiterte am 94. Punkt. Wie genau diese 100 Punkte zu interpretieren sind, weiß ich nicht. Eine Fehlermeldung besteht noch und das Vergleichsbild sieht auch etwas anders aus.

      Installation

      Screenshot von Google Chrome

      Paket von derGoogleseitenehmen und installieren. Für Linux existieren nur Debianpakete. Doch vorsicht bei der Installation! Es wird vielfach davor gewarnt!! Neben den üblichen unstable-Faktoren kommen noch Datenschutzrechtliche Gründe dazu. Allgemein sollte man nicht so viel von Google Chorme erwarten. Zwar gibt es volle Punktzahl bei Acid3, aber Standards wie Flash funktionieren nicht. Datenschutzrechtliche Bedenken hat man ja schon allein deswegen, dass im Browsername die Buchstabenkombination G-O-O-G-L-E vorkommt, und das zu Recht! Alle Infos dazu finden sich aufWikipedia, hier ein Auszug:

      [...] Des Weiteren gab das BSI durch seinen Sprecher zu bedenken, dass in einigen Fällen Daten an Google gesendet werden können.

      Beim Tippen in der Adresszeile („Omnibox“), die zugleich Eingabefeld für Suchbegriffe und Webadressen ist, wird jedes Schriftzeichen unverschlüsselt an den vom Benutzer gewählten Suchdienst (standardmäßig Google, es kann aber auf jede Suchmaschine umgestellt werden) übermittelt, um Vervollständigungsvorschläge zu ermöglichen.Dieses Verhalten lässt sich in den Einstellungen deaktivieren.

      Google führt in seinen Datenschutzbestimmungen diverse Informationen auf, die von Chrome an Google gesendet werden. Jede Installation erhält mindestens eine eindeutige Identifikationsnummer, die bei der Installation, bei der ersten Verwendung und bei jeder automatischen Aktualisierungsprüfung mit weiteren grundlegenden Informationen zur Browser-Installation an Google gesendet wird. Die Identifikationsnummer kann manuell entfernt oder über Software-Erweiterungen unterdrückt werden. So kann die Software WashAndGo die eindeutige ID entfernen und anonymisiert Google Chrome vollständig. [...]

      Das Aussehen

      Screenshot von Google Chrome

      Ist eine Mischung aus Firefox und Internet Explorer (finde ich). Von Firefox ist das Kontextmenü, von Microsofts „Browser“ ist die Handhabung des Menüleisten. Zwar liegen die Tabs über der Adressleiste und bilden damit den oberen Bildschirmrand, sind aber mit den Basisnavigationsbutton alleine. Das Menü ist am rechten Rand neben der Adressleiste erreichbar. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass der größte Teil des Fensters mit dem wichtigsten gefüllt ist: mit der Webseite. Ein Suchfeld am oberen Fensterrand, wie bei den oben genannten Browsern, gibt es nicht. Die Suche findet (wie teilweise bei Firefox) über die Adressleiste statt, eingegebene Buchstaben werden gleich in Adressvorschläge umgewandelt, auch bei Seiten, die man noch nicht besucht hat. Die Domains werden in der URL in der Adressleiste farblich hervorgehoben.

      Entwicklungsstatus

      Dass es sich noch nicht um eine endgültige Version handelt, erkennt man an der schon relativ hohen Versionsnummer von 3.0.183.1 nicht. Doch es fehlen noch etliche Einträge in den Optionen. Zwei von drei Reitern sind mit dem Hinweis „TODO content“ gekennzeichnet, der verbleibende Reiter ist unvollständig. Flash ist wie gesagt noch nicht da, Javascript funktioniert hingegen wunderbar.

      Also eigentlich gibt es keinen Grund, warum man Google Chorme installieren soll. Wer unbedingt auf das Chromium Projekt zurückgreifen will und einen Top Browser aus der Community haben möchte, kann auch auf alternative Möglichkeiten zurückgreifen. Crossover Chromium basiert auch auf dem Google-Projekt und läuft unter Linux, wenn auch nicht nativ.

    • Karmics Standardplayer

      Geschrieben am 6. Juni 2009 benni Keine Kommentare

        Immer wieder stolpert man über Seiten, in denen angekündigt wird, das eventuell ein neuer Standardplayer für Medien in Karmic eingeführt wird. Diese Player trägt den Namen Banshee und startet nun in Version 1.5. Dies ist, anders als die Nummerierung erwarten lassen könnte, keine fertige Version, sondern eher ein Übergang von 1.4 auf 1.6, das eigentliche Ziel. Dementsprechend ist dieses Programm auch nur als „beta“ seit Anfang des Monats auf der Homepage erhältlich.

        Im Vergleich zur Vorversion sollen einige nützliche (und teils unnützliche) Neuerungen kommen. Da es das Ziel dieses Projektes ist, Standardplayer in Ubuntu zu werden, rüsten sich die Entwickler schon mit einem Tool, was den Umstieg vom jetzigen Standard Rhythmbox erleichtern soll. Es gibt eine Funktion, die sowohl die Einträge aus der Bibliothek dieses Programmes, als auch deren Bewertungen, Metadaten etc. einliest.

        Weiterhin gibt es ein Tool, dass die BPM (beats per minute) erkennt. Mit dem Paket „gst-plugins-bad“ soll das möglich sein. Außerdem kann man dies mit einem „Tap“-Button beeinflussen.

        Die erste wirklich nützliche Neuerung ist eine Funktion, die abgespielte Songs automatisch bewertet. Mich nervt es schon immer, dass man jeden Song einzeln bewerten soll. Banshee erkennt jetzt am Hörverhalten, ob man ein Lied mag oder nicht. Und anstatt das mit max. 5 Sternen zu bewerten (so erfolgt nur die Darstellung), wird das von 0 bis 100 Punkten getan.

        Was ich auch cool finde, ist dass die Suche verbessert wurde. Nun werden Sonderarten von Buchstaben (ich denke mal, dass damit auch Umlaute gemeint sind) auch über den paternellen Buchstaben gefunden.

        Im Übrigen hat Banshee bisher noch nicht Rhythmbox ersetzt. Auch ist das neue Paket noch nicht in den offiziellen Quellen vorhanden. Allerdings kann man sich den Quelltext herunterladen (tar.gz) oder über folgende Fremdquelle Banshee 1.5.0 holen (Warnung vor Fremdquellen! Unter keinen Umständen benutzen, wenn man es nicht möchte!):

        deb http://ppa.launchpad.net/banshee-unstable-team/ppa/ubuntu karmic main
        deb-src http://ppa.launchpad.net/banshee-unstable-team/ppa/ubuntu karmic main
        

        Update:
        Man kann sich Banshee auch selbst kompilieren:

        sudo apt-get install libmono-sqlite1.0-cil libsqlite3-dev sqlite libmono-dev libmono-peapi2.0-cil
        mono-2.0-devel mono-gmcs libglib1.2-dev libglib2.0-dev gtk-engines-mono libglib1.2ldbl
        libgtk1.2 libgtk1.2-common gtk-sharp2 gtk-sharp2-examples gtk-sharp2-gapi
        libgtkhtml3.16-cil libxml-libxml-common-perl libxml-libxml-perl
        libxml-namespacesupport-perl libxml-sax-expat-perl libxml-sax-perl lynx lynx-cur
        monodoc-base monodoc-browser monodoc-gtk2.0-manual monodoc-manual
        libmono-zeroconf1.0-cil libipodui-cil libipod-cil libmtp-dev libtaglib2.0-cil boo
        mono-devel mono-utils libgstreamer-plugins-base0.10-dev libgtk2.0-dev intltool
        libndesk-dbus-glib1.0-cil libmono-addins0.2-cil libmono-addins-gui0.2-cil
        libgnome2.24-cil libglib2.0-cil libgconf2.24-cil libmono-accessibility2.0-cil
        libmono2.0-cil
        make
        sudo make install
        sudo checkinstall
        

        Alternativ kann man auch unser PPA hinzufügen, dort ist der neue Banshee auch enthalten:

        deb http://ppa.launchpad.net/jonas-hartz-online/bejonet/ubuntu jaunty main
        deb-src http://ppa.launchpad.net/jonas-hartz-online/bejonet/ubuntu jaunty main
        

        Viel Spaß mit Banshee!

        Bildquelle: banshee-projekt.org

      • Dailymotion ohne Flash

        Geschrieben am 29. Mai 2009 jonas Keine Kommentare

          Hi
          Bei meinen alltäglichen durchschauen der Heise-News habe ich heute, neben den ganze vielen Zensursula-Nachrichten auch mal wieder etwas positives gesehen: Dailymotion hat eine Pre-Beta veröffentlicht, die ganz ohne das proprietäre Flash-Plugin auskommt: openvideo.dailymotion.com.

          Stattdessen kommt das neue HTML5 mit dem

          -Tag, sowie der Freie ogg-Theora-Video-Codec und der dazugehörige Audiocodec ogg-Vorbis zum Einsatz. Zum Abspielen braucht man den neuen Firefox 3.5, da dieser den Video-Tag unterstützt und die notwendigen Codecs mitbringt. Außerdem ist die Seite (noch) auf den Firefox optimiert. Wenn man die Seite mit einem anderen Browser aufruft, wird man gebeten, sich einen verbesserten Browser zu installieren und es ist auf die Firefox-Download-Seite verlinkt.

          Opera-Dailymotion
          Leider gibt es noch nicht wirklich viele Videos, aber der Dienst steht ja noch ganz am Anfang. Ein schönes Beispielvideo ist dieses hier.

          Die Videoqualität ist im Vergleich zu den Flashvideos sehr gut, und auch die CPU-Last ist ein bisschen geringer.
          Bleibt zu hoffen, dass sich der

          -Tag durchsetzt, und Flash endlich aus dem Internet verdrängt. Was ich persönlich auch sehr toll finde, ist, dass der Firefox als “verbesserter Browser” dargestellt wird ;)
          Viel Spaß mit dem neuen
          -Tag
          Gruß Jonas

        • Firefox 3.5

          Geschrieben am 20. Mai 2009 jonas Keine Kommentare

            In nächster Zeit kommt wohl die neue Firefox-Version 3.5, die vor kurzem von Firefox 3.1 aufgewertet wurde heraus. Ein Grund dafür, sich den neuen Firefox mal genauer anzusehen.

            Installation FF 3.5

            Die Installation von Firefox ist relativ einfach, da es ein Repository für Intrepid gibt. Man fügt einfach folgende Fremdquelle hinzu:

             deb http://ppa.launchpad.net/ubuntu-mozilla-daily/ppa/ubuntu intrepid main

            in Jaunty und Karmic ist der Firefox 3.5 schon in den Standardquellen enthalten. Er kann

             sudo apt-get update >sudo apt-get install firefox-3.5

            installiert werden.
            Der Firefox 3.5 kann nun über das Menü unter dem Punkt Shiretoko oder mit dem Befehl

             firefox-3.5

            gestartet werden.
            Beim ersten Starten werden die im normalen Firefox installierten Plugins auf Kompatibilität getestet.

            Benchmarktest

            Um die Geschwindigkeiten der zwei Browser zu vergleichen haben wir unter 3 verschiedenen System jeweils 4 verschiedene Benchmarktest durchgeführt.

            Systeme

            System 1
            Betriebssystem : Ubuntu Jaunty x86_64
            Prozessor : Intel Core 2 Duo T2370 (1,73 GHz)
            Ram : 3 GB

            System 2
            Betriebssystem : Ubuntu Karmic x86_64
            Prozessor : AMD Turion 64 X2 (2,00 GHz)
            Ram : 4 GB

            System 3
            Betriebssystem : Windows XP x86
            Prozessor : AMD Athlon XP (3,00 Ghz)
            Ram : 1 GB

            Benchmarktests:

            Als Benchmarktests wurden benutzt:

            Ergebnisse

            Beim V8 und beim Peacekeepertest wurde in Punkten gemessen, dort ist also eine höhere Punktzahl besser, beim SunSpider und beim Nontropp CSS-Test wurde in milisekunden gemessen, dort ist eine kleinere Zeit besser.

            Wie man sehen kann, schlägt der neue Firefox den alten in jedem Test auf jedem System, teilweise recht deutlich, teilweise weniger deutlich. Das ist ja schon mal positiv. Was allerdings, meiner Meinung nach, nicht so positiv ist, dass in nahezu jeder Kategorie das Windows-XP-System vorne liegt, obwohl es mit abstand am ältesten und leistungsschwächsten ist. Das kann daran liegen, dass der Firefox unter Windows einfach schneller läuft, oder Firefox kann einfach nicht mit mehreren Kernen umgehen, und dass dann der höher getaktete Einzelkernprozessor hier seine Stärke voll ausspielen kann. Man darf sich von den ganzen Tests nicht blenden lassen, wichtig ist, was am Ende raus kommt, und ob sich die subjektive Geschwindigkeit erhöht hat oder nicht.

            Acid 2

            Den Acid2 Test besteht der neue Firefox wie auch der Firefox 3 natürlich anstandslos.

            Acid 3

            Beim Acid 3 Test sind deutliche Verbesserungen zu sehen, der Firefox 3.5 kommt auf 93%, während der Firefox auf 73%. Leider besteht auch der neue Firefox den Acid3-Test noch nicht, im Gegensatz zu den neuen Versionen von Opera, Chrome und Safari.
            Alles in Allem kann man schon sagen, dass der neue Firefox 3.5 besser und schneller als der Firefox 3.0. Obwohl es noch eine Beta ist, läuft der Browser schon sehr stabil und ist auch jetzt schon benutzbar.

            Gruß Jonas

          • Karmic, der vierte Tag

            Geschrieben am 18. Mai 2009 benni Keine Kommentare

              Auch nach vier Tagen und 112 Updates hat sich nicht viel verändert. Die Grafik lässt sich weiterhin nicht erfolgreich installieren, neulich musste ich sogar im recovery-Modus den Grafiktreiber über das Root-Terminal deinstallieren, weil der PC nicht einmal mehr im Textmodus starten ging. Das funktioniert per

              apt-get remove xorg-driver-fglrx
              

              Außerdem muss man aus xorg.conf die Zeile mit „fglrx“ entfernen. Dies geht auch im recovery-Modus mit nano, dem Terminal-Texteditor, der standardmäßig installiert ist.

              Die oben angesprochenen Updates betrafen überwiegend Bibliotheken und Intelbausätze, haben mich also nicht unbedingt weiter gebracht. Für die Musik- und Videowiedergabe habe ich jetzt gängige Codecs installiert, mit welchen ich mp3, avi und sonstige Mediendateien abspielen kann. Leider knackt und rauscht es ab und zu immernoch bei Systemsounds wie Start-/ Anmeldeton oder bei Pidgin. Flash geht auch problemlos zu installieren, sowohl gnash als auch das Flashplugin von Adobe. Hier sind natürlich ein haufen IA-32-Libs notwendig, die aber keine Probleme machen. Leider wird das WLAN bei längerer Benutzung instabil, obwohl die Empfangsqualität erstaunlich gut ist.

              Eine Sache die mir aufgefallen ist, ist der unzuverlässige, deutsche Server von Canonical. Die gestrigen Updates konnte ich bspw. aufgrund eines 404-Fehlers erst am späten Abend herunterladen. Auch werden Hilferufe im Forum aus ähnlichen Gründen laut. Abhilfe schafft hier der Hauptserver, der sich über System → Systemverwaltung → Softwarequellen einstellen lässt.

              Um mir den richtigen Unstable-Kick zu geben, habe ich mir noch Firefox-3.5 (Shiretoko, Beta 4) geholt, allerdings ist dieser Browser stabil und macht keine Probleme.

              Ärgerlich: als ich mir gestern Gnome Do holen wollte, gab es einen Konflikt zwischen dem Hauptpaket und seinen Plugins. Die Plugins merkten Gnome Do zum Deinstallieren vor, benötigten dies aber als Abhängigkeit! Folge: Gnome Do liegt jetzt ohne Plugins hier und wird nicht benutzt.

              Das ist so der momentane Stand der Karmic-Expedition. Liebe Grüße

            • Karmic auf echter Hardware

              Geschrieben am 16. Mai 2009 benni Keine Kommentare

                Hallo!

                Nach einem ersten, sehr kurzem Testlauf in einer virtuellen Maschine wagte ich gleich die Installation der Alpha 1 des künftigen Ubuntu auf echter Hardware, sprich auf meiner externen Festplatte. Die ungrafische Installation (nur eine Alternate-Version ist verfügbar) verlief ganz nach der Anleitung bei ubuntuusers.de. Interessant: bei der Installation in virtueller Umgebung wurde das gesamte System auf deutsch eingerichtet, im echten System war die Installation zwar deutsch, Karmic selbst war aber größtenteils englisch. Die deutsche Sprachdatei muss aus dem Internet heruntergeladen werden, denn sie liegt nicht auf der CD. Ein LAN-Kabel ist bei der Installation also nicht schlecht ;-)

                Mein System:

                • 4 GB RAM
                • AMD Turion 64 X2
                • ATI-Radeon HD 2400
                • Karmic Koala Alpha 1, 64bit

                Erster Eindruck

                Nach der etwa halbstündigen Installation stürzte ich mich gleich ins Geschehen. Der Bootvorgang lässt noch auf die „Revolution“ warten, denn der Usplash ist der gleiche wie unter Jaunty-default. Es fällt auf: Karmic ist mit dem Kernel 2.6.30-5-generic die erste Ubuntuversion, unter der mein WLAN-Chip (Atheros AR5008) out-of-the-box wunderbar funktioniert, ohne ndiswrapper oder sonstige Zauberformeln zu benutzen. Mehr sogar: der Empfang ist besser als mit ndiswrapper (siehe Tabelle). Allerdings treten manchmal auch hier die aus Jaunty bekannten Kicks des ath9k-Treibers auf.

                Negativ fällt mir auch die Tonqualität auf. Es gibt zwar eine Audioausgabe, diese knistert allerdings sehr, als wären die Lautsprecher kaputt.

                Treiber (Ubuntu) ndiswrapper (Intrepid) ath9k (Jaunty) ath9k (Karmic)
                WLAN-Empfang
                (am gleichen Ort)
                ca. 45% (stabil) ca. 20%

                (instabil, starke Schwankung)

                ca. 55% (instabil)

                Programmversionen

                Um gleich alles vorweg zu nehmen: Nicht alle Programme sind gleich auf dem neusten Stand, beta-Versionen wie Firefox 3.5 sind nicht vorinstalliert. Besagter Browser tritt mit Version 3.0.10, Openoffice sogar schon mit 3.1.0 auf (obwohl dies im Logo noch nicht vermerkt ist). Meine Desktopumgebung GNOME ist mit 2.26 in der gleichen Version wie unter Jaunty vertreten, obwohl eigentlich die neueste Verison 2.27 angekündigt wurde. Diese ist nur teilweise vorhanden, etwa bei den GNOME-Games, eog, Orca oder Nautilus. Das Panel, Terminal und die Themes sind noch „alt“.

                sudo dpkg -l | grep -i gnome | grep -i 2.26
                
                sudo dpkg -l | grep -i gnome | grep -i 2.27
                

                Mein proprietärer Grafikkartentreiber ist zwar in der Liste der „Hardware-Treiber“ geführt, lässt sich aber nicht wirklich installieren. Bei der Aktivierung kommt entweder eine Fehlermeldung, oder es passiert gar nichts.

                Spontane Fehler

                Die meisten Fehlermeldungen, die bei meinem ersten Testdurchlauf kamen, betrafen die Paketquellen, dass der Download fehlschlug. Auch andere Fehler werden gemeldet, teilweise auch ohne Inhalt. Außerdem ging plötzlich mein Bildschirm für einige Sekunden aus, allerdings bin ich überzeugt, dass die mit installiertem Grafiktreiber nicht mehr vorkommt.

                Hier ein kurzer Screencast zu Karmic:

              • Der Beutelbär ist aus dem Käfig

                Geschrieben am 14. Mai 2009 benni Keine Kommentare

                  3 Wochen nach Erscheinen des Jackalopen wurde Karmic Koala — Ubuntu 9.10 — mit der Alpha 1 publiziert. Diese Version, benannt nach dem australischen Wahrzeichen, revolutioniert die Computerwelt, zumindest für die Benutzer dieser Distribution.

                  Schon seit Längerem ist Benutzern des aus Red Hat geborenen Fedora die Ehre erwiesen, ihren Bootvorgang nicht mit veraltetem Usplash zu verfolgen, sondern mit Plymouth zu bewundern. Ubuntu wird mit dem Koala auch seinen Klienten diesen Luxus erweisen, denn ab 9.10 wird Plymouth voreingestellt sein.

                  Außerdem wird das schon seit langem diskutierte Cloud-Computing vermehrt unterstützt. Mark Shuttleworths Unternehmen Canonical hat — ebenfalls heiß diskutiert — den Onlinespeicher UbuntuOne als Beta veröffentlicht, um dessen Einführung nicht nur aus technischen Gründen viel geredet wird. Viele bezichtigen diesen Dienst sogar als Verrat an Ubuntu, denn statt quelloffener Software gibt es hierbei einen teils kommerzialisierten, geschlossenen Dienst. Hinweise auf Datenschutzrichtlinien fehlen bisher.

                  Nun, wir von bejonet werden uns den Koala genauer ansehen und dessen Fortschritte teils auf virtueller, teils auf echter Hardware verfolgen. In den nächsten Tagen werden wir uns mit dem australischen Tier unter der Haube auseinandersetzen und davon berichten. Smile

                  Momentan liegt Karmic Koala nur als Alternate und Serverversion bereit zum Download, dafür jeweils in i386 und x64.

                • Philips GoGear MP3-Player unter Linux

                  Geschrieben am 1. Mai 2009 jonas Keine Kommentare

                    Vor kurzem habe ich zu meinem Geburtstag einen neuen MP3-Player bekommen, nachdem mein alter absolut nicht Linux-tauglich war. (Einer von Sony, der nur Musik im Sony-eigenen Attrac-OpenMG Format abspielen kann, und keine MP3s. Da die Software nur unter Windows lief, und das Format, anders als der Name es vermuten lässt, proprietär ist, es also keine alternativen Converter gibt, konnte ich dort nur Musik draufspielen, indem ich Windows benutzte.)
                    Aber nun habe ich einen schönen neuen GoGear MP3-Player von Philips. Leider auch nur mp3 und wma und kein ogg, aber das ist jetzt nicht so das Problem.

                    Benutzung:

                    Die Benutzung ist relativ einfach. Der Player wird sofort beim Anstecken erkannt und in

                     /media/PHILIPS
                    

                    eingehängt. Nun kann man seine Musik oder Bilder überspielen.

                    Musik:

                    Der Musikordner ist

                     /media/PHILIPS/Music
                    

                    Dorthin kann die Musik hinverschoben werden. Der MP3-Player erkennt die Musik auch, wenn sie in Ordnern liegt. Allerdings muss man aufpassen, dass die MP3s ID3-Tags in Version 2.3 haben. Alle anderen Versionen werden nicht erkannt. Das Umwandeln der Tags geht sehr einfach mit Picard oder EasyTAG.

                    Videos:

                    Die einzige Schwierigkeit war es, Videos auf dem MP3-Player zu bekommen. Die mitgelieferte Software hat nicht mit Wine funktioniert, und auch unter Windows funktionierte sie mehr schlecht als recht. So kamen nach der Installation unter Windows andauerd Meldungen, dass irgendwelche DLLs kaputt sind, ein Problem, das sich nach der Deinstallation wieder löste. Auch das Konvertieren lief nur von wmv in smv, bei allen anderen Formaten wurde man aufgefordert, sich die Vollversion zu kaufen.
                    Allerdings habe ich dann glücklicherweise das Programm smv_encode gefunden. Dieser Encoder kann, in Zusammenarbeit mit MEncoder und FFmpeg, so ziemlich alle Formate in das smv-Format umwandeln, und das sogar grafisch ;)
                    Dieses kann man als Quellcode oder als Paket für Hardy herunterladen. Leider funktioniert sowohl das Hardy-Paket als ach die neuste Version des Quellcodes nicht, aber die zweitneuste kann man problemlos kompilieren.
                    Zusätzlich habe ich auch eine Fremdquelle mit dem Programm eingerichtet:
                    Jaunty:

                     deb http://ppa.launchpad.net/jonas-hartz-online/bejonet/ubuntu jaunty main
                    

                    Intrepid:

                     deb http://ppa.launchpad.net/jonas-hartz-online/bejonet/ubuntu intrepid main
                    

                    Alternativ kann man auch die benötigten Pakete manuell herunterladen:

                    Jaunty Intrepid
                    amd64 amd64
                    i386 i386

                    Das Programm kann nun gestartet werden.

                     smv_encode
                    

                    für die ungrafische Version. Die Optionen findet man unter

                     smv_encode --help
                    

                    Die grafische Version kann man mit

                     smv_gui
                    

                    starten.
                    Das Programm ist eigentlich selbsterklärend. Allerdings muss man darauf aufpassen, dass mencoder und ffmpeg installiert sind und dass nicht alle Video-Dateien vom Programm als Video-Dateien erkannt werden. Das Umstellen im Auswahldialog auf alle Dateien schafft hier Abhilfe.
                    Die Auflösung muss man natürlich an das Display angepasst werden, in meinem Fall sind es 192×256. Sie darf auf keinen Fall größer sein als das Display, sonst wird das Video nicht richtig abgespielt.
                    Die ausgegebenen, konvertierten Videos kann man dann nach

                    /media/PHILIPS/Video
                    

                    verschieben.

                    Texte

                    Texte müssen als txt nach

                     /media/PHILIPS/Text
                    

                    verschoben werden. Leider kann der Mp3-Player keine Umlaute anzeigen, aber das kann man ja verschmerzen.

                    Bilder

                    Bilder müssen als als jpg nach

                     /media/PHILIPS/Photo
                    

                    verschoben werden. Ein geeignetes Werkzeug zum umwandeln und verkleinern von Bildern ist Imagemagick.

                    Fazit:

                    Alles in Allem ein sehr schöner MP3-Player, der unter Linux besser funktioniert als unter Windows ;) . Einziger Kritikpunkt ist die fehlende Unterstützung für ogg und vielleicht andere Videoformate, aber man darf ja nicht zuviel erwarten.

                    Gruß Jonas

                  • Amazons MP3-Shop

                    Geschrieben am 26. April 2009 benni 1 Kommentar

                      Wie schon einige andere Blogautoren vor mir habe ich mir das neue Musikangebot von Amazon mal etwas näher angeschaut. Über die Einrichtung des Programms möchte ich gar nicht so viel sagen, das kann man schon im Wiki ausführlich nachlesen. Hier möchte ich auf den Kaufprozess die Homepage eingehen.

                      Die Bedienung

                      Auf der Übersichtsseite von AmazonMP3 kommt man sehr gut zurecht, in der linken Seitenleiste sind schon ein paar Standardsuchen zum Anklicken, etwa Preislimits oder verschiedene Genres. Die Charts werden als “Bestseller MP3-Alben/ -Songs” bezeichnet und sind auch sehr übersichtlich.

                      Auf der Poleposition ist natürlich der Song This Much Is True
                      von Amy Mcdonald, da dieser für jeden Besitzer des Downloadprogrammes kostenlos ist. Dicht gefolgt von Lady GaGas Poker Face, welches ich mir als Testdownload aussuchte. Da ich schon mit meinen Daten bei Amazon eingeloggt war, ging die Abwicklung sehr schnell. Wie schon von anderen Artikeln des ehemals reinen Versandhändlers kann man die einzelnen Songs und Alben kommentieren und mit bis zu fünf Sternen bewerten. Dieses Angebot wird von den Kunden bisher aber eher rar angenommen.

                      Der Kaufprozess

                      Nachdem ich mich für einen Song entschieden hatte und mit meinen Accountdaten eingeloggt war, fehlte nurnoch der Download. Das ging schneller als ich dachte, denn es war nurnoch der Klick auf “1-Click” nötig, da das ja der einzige Song war, den ich kaufen wollte. Daraufhin öffnet sich das Downloadfenster von Firefox, in welchem man laut Amazon das Amazonprogramm auswählen muss. Schon öffnet es sich und der Download startet. Einfacher geht es wirklich nicht!

                      Bezahlung

                      Als angemeldeter Amazonbenutzer wird die Bezahlung wahrscheinlich wieder über Lastschrift funktionieren, zumindest gehe dich davon aus ;-)

                      Das Anhören

                      Der Song befindet sich als MP3 im Ordner ~/Amazon MP3/ und kann uneingeschränkt benutzt und angehört werden.

                      Fazit

                      Günstige Musik, unkomplizierte Kaufabwicklung, legal → ich bin zufrieden. Ein empfehlenswertes Musikportal.

                      Viel Spaß beim Musikhören!

                      Benni

                    • Tiny Tiny RSS

                      Geschrieben am 23. April 2009 benni Keine Kommentare
                        Newsfeeds sind im Internet weit verbreitet und für sehr viele Menschen unverzichtbar. Neben zahlreichen lokalen RSS Readern gibt es auch Onlineanbieter, die die Verwaltung von RSS anbieten, etwa der Google Reader. Vorteil von Webreadern ist die Verfügbarkeit an jedem internetfähigen PC, also kann man die Feeds auch von anderen Orten als von Zuhause in der persönlichen Zusammenstellung lesen. Nachteil ist hier, dass man mal wieder von einem Anbieter abhängig ist und eine Registrierung notwendig ist (mal abgesehen von Googles Datensammlung). Abhilfe gibt eine Kombination aus beiden: ein selbst installierter RSS-Reader auf Webbasis. Hierfür bietet sich Tiny Tiny RSS an.

                        Installation

                        Um diese Software zu installieren ist eine Datenbank (PostgreSQL oder MySQL) notwendig, sowie etwas Webspace. Leider gibt es Probleme bei Free-Webspaceanbietern wie funpic oder pytal, da deren PHP-Unterstützung nicht mit MagpieRSS kooperiert, wodurch RSS-Feeds nicht erkannt werden.
                        Zunächst benötigt man natürlich die Installationsfiles, die man von der Homepage herunterladen kann. Dann muss man die im Archiv enthaltene Datei config.php-dist editieren und die Datenbankdaten eintragen, anschließend die Datei in config.php umbenennen:

                        mv config.php-dist config.php

                        und alles auf den Webspace laden.

                        Nun beginnt der schwierigste Part der Installation: Das Einspielen des Datenbankschemas. Bei der MySQL-Verwaltung PHPMyAdmin verläuft das so:
                        • Man wählt eine Datenbank im Menü
                        • Klickt auf den Reiter SQL (evt. noch “Dateiimport”)
                        • Im Durchsuchenfeld sucht man die Datei /schema/ttrss_schema_mysql.sql und lädt sie hoch

                        Üblicher weise kommt es zu keinen Problemen dabei. Dieses Schema überprüft eigenständig ob Tabellen mit gleichem Namen vorhanden sind. Zu Kollisionen mit anderen MySQL-Tabellen dürfte es nicht kommen, da Tiny Tiny RSS den Präfix ttrss_ nutzt.
                        Nun wechselt man im Browser in das Verzeichnis, fertig. Das Ergebnis sieht man in der offiziellen Demo.

                        Deutsche Übersetzung einstellen

                        Für Tiny Tiny RSS gibt es auch eine deutsche Übersetzung, mit der man etwas herumhantieren muss. Zunächst lädt man die im Forum angegebene Datei herunter und speichert sie auf der Festplatte. Anschließend legt man im Ordner, in dem Tiny liegt, den Ordner /locale/de_DE/LC_MESSAGES an, in den man die heruntergeladene Datei unter dem Namen messages.po speichert:

                        mv tt-rss_messages_german.po pfad_zum_ordner/locale/de_DE/LC_MESSAGES/messages.po

                        und führt das Skript

                        ./update-translations.sh

                        aus. Nun noch die Datei functions.php um die Zeile

                        “de_DE” => “Deutsch”,

                        unter function get_translations() { erweitern und die betreffenden Dateien hochladen. Fertig.

                        Benutzung

                        Die Benutzung bzw. Verwaltung von Feeds ist relativ einfach, was nicht zuletzt am sehr übersichtlichen Ajaxinterface liegt. Im rechten Dropdownmenü kann man neue Feeds hinzufügen, vorhandene bearbeiten oder löschen, erweiterte Einstellungen kann man im Preferences Menü tätigen.

                        Um Tiny Tiny RSS richtig in den Alltag zu integrieren kann man die Software auch als RSS-Reader im Feuerfuchs aktivieren. Dazu klickt man im Interface oben rechts auf Preferences und im Reiter My Feeds auf den entsprechenden Button. Von nun an kann man neue Feeds über Firefox komfortabel hinzufügen.
                        Leute mit Nameservern können sich auch eine entsprechende Subdomain anlegen, um das Verwalten weiter zu vereinfachen, aber das werden die Angesprochenen schon machen ;-)
                        [edit] Usul gab mir den Tipp, Shortcuts (Tastaturbefehle) zu erwähnen. Diese sind in der Tat rech praktisch, eine Übersicht gibt es bei Eingabe eines Fragezeichens auf der Oberfläche. Außerdem gibt es ein Firefox-Addon namens Tiny Tiny RSS Notifier, welches den Benutzer auf die Anzahl neuer Feedeinträge hinweist. [/edit]

                        Mehrere Benutzer einrichten

                        Dieser Schritt kann aus bis zu zwei Beweggründen ausgeführt werden: entweder hat man tatsächlich mindestens einen weiteren Benutzer, der die Software mit eigenen Feeds bestücken soll, oder man möchte sein Interface vor unbefugten Modifikationen schützen. In beiden Fällen muss man im config-File die Option SINGLE_USER_MODE auf false stellen. Beim erneuten Aufrufen von Tiny wird man nach Username und Passwort gefragt, die in den Standardeinstellungen in der README stehen und deshalb sofort nach den ersten Einloggen geändert werden sollten.

                        Fazit

                        Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen Tiny Tiny RSS testen und als mein Hauptreader verwenden. Dieser leistungsstarke und übersichtliche Reader ist in meinen Augen tatsächlich besser als Google Reader. Mal sehen ob er sich auch gegen Sage durchsetzen kann…