Das Blog von Benni und Jonas
  • Mit SSH auf den Hochschulserver

    Geschrieben am 21. Dezember 2009 benni 3 Kommentare

      Da ich mit meinem Studium angefangen habe, möchte ich nun für alle Gleichgesinnten, einen sehr einfachen Weg erklären, wie man mittels Nautilus und SSH auf die persönlichen Daten auf dem Homelaufwerk des Hochschulservers zugreifen kann bzw. wie man eine Verbindung über das Terminal aufbaut. Da ich nur für meine Hochschule reden kann und es leider nicht auf alle Unis und Fachhochschulen beziehen kann, weiß ich nicht genau, inwiefern es jedem Studenten zusteht, auf dem Hochschulserver Dateien abzulegen. Für meine Hochschule sieht es jedenfalls so aus, dass jedem Student ein Homelaufwerk zusteht, auf das man nur persönlich zugreifen kann – auch über SSH.

      SSH und Nautilus

      SSH Einstellungen

      SSH Einstellungen

      Unter GNOME ergibt sich folgende Klickreihenfolge, um mit Nautilus auf das Verzeichnis zuzugreifen: Orte → Verbindung zu Server… Im Dropdown Menü wählt man nun natürlich den Eintrag SSH und gibt die Daten für Server, Port und Benutzername ein. Diese Angaben findet man gewöhnlicher Weise auf der Hochschulseite, vermutlich im Bereich des Rechenzentrums/ der EDV. Notfalls die Suchfunktion mit SSH Zugriff oder vergleichbaren Suchbegriffen füttern.

      Um einen häufigeren Zugriff zu erleichtern sollte man ein Lesezeichen anlegen, damit diese Angaben gespeichert werden. Danach sollte sich relativ rasch das Fenster für die Passwortabfrage öffnen, wobei man am besten den zweiten Radioeintrag „Passwort erst beim Abmelden vergessen“ auswählt.

      Danach öffnet sich Nautilus in einem neuen Fenster, das die Ordnerstruktur des Homeverzeichnisses angibt.

      Mit sftp aus dem Terminal zugreifen

      Natürlich ist es auch möglich, über das Terminal auf das Verzeichnis zuzugreifen. Mittels sftp ist das ein Kinderspiel:

      $ sftp -oPort=3007 Benutzername@Host
      Connecting to Host...
      Benutzername@Host's password:
      sftp>

      Nun hat sich das Terminal ein bisschen geändert, denn vor dem Cursor steht nun nicht mehr der Rechnername und der Ordner, sondern die Zeichenfolge sftp>. Man kann sich nun wie mit einem FTP-Client aus dem Terminal navigieren, wichtige Befehle dabei sind z.B.

      ls Zeigt den Ordnerinhalt an
      cd Ordner Wechselt in den Ordner Ordner (mit cd .. gelangt man eine Ebene höher)
      get Datei.ext Überträgt Datei.ext in den lokalen Homeordner
      put Datei.ext Überträgt die lokale Datei Datei.ext auf den SSH-Server
      rm Datei.ext Löscht Datei.ext
      bye Ratet mal ;-)
      help Zeigt und erklärt weitere mögliche Befehle

      Beide Möglichkeiten sind sehr einfach und unkompliziert, die Möglichkeit über Nautilus ist dabei noch sehr komfortabel. Die größte Herausforderung dabei ist es, die Zugangsdaten herauszufinden.

      In meinem Kurs bin ich der einzige, der bisher per SSH von Zuhause auf das Homeverzeichnis zugreifen kann. Höchstwahrscheinlich liegt es daran, dass kein anderer sonst Linux benutzt ;-)

    • »Kleine« Bilder löschen

      Geschrieben am 10. September 2009 benni 4 Kommentare

        Ich habe einen Ordner auf dem PC, in dem tummeln sich tausende Bilder. Diese Bilder haben alle unterschiedliche Auflösungen und Namen, es ist kein System erkennbar. Aber ich möchte nicht alle Bilder behalten, sondern “kleine Bilder” löschen. Kleine Bilder haben eine geringe Auflösung in diesem Fall.
        Dazu habe ich es erst mit Nautilus versucht: Über einen Rechtsklick habe ich das Kontextmenü geöffnet und dort die Sortiereinstellung “Größe” gewählt. Anschließend wurden die Bilder nach Dateigröße sortiert dargestellt. Das war ja schon der halbe Weg. Allerdings klappte diese Methode nur bei den Minibildern (einstelliger Kilobytebereich). Sobald es bei etwa 50kB angekommen war, war die Dateigröße kein Maß mehr für dich Auflösung, da die Bildqualität eine Rolle spielte. Konkret: Manche Bilder mit höherer Auflösung hatten einen kleineren Speicherbedarf als andere Bilder mit sehr geringer Auflösung.

        Leider bietet Nautilus keine Möglichkeit, Bilder nach der Auflösung zu sortieren. Folglich musste ich stärkere Geschütze auffahren:

        imagemagickIch fand im mächtigen Programm imagemagick ein Tool, dass es ermöglicht, die Auflösung von Bildern in der Konsole auszulesen. Mit diesem Tool und weiten Helferchen konnte ich nun ein Skript schreiben, das alle Bilder eines Ordners untersucht, die Auflösung ansieht und entscheidet, ob es ein »kleines« oder ein »großes« Bild ist. Dementsprechend handelt es dann. Das Skript sieht folgendermaßen aus und benötigt ein paar Programme, die man normalerweise aus den Repositories bekommt:

        sudo apt-get install imagemagick

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