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Tonausgabe während der Anmeldung abschalten
Geschrieben am 20. November 2009 1 KommentarEine der großen Änderungen von Ubuntu 9.10 Karmic Koala ist die Einführung des neuen GDM2. Dieser hat seine Vorteile, aber auch seine Nachteile. Einer der letzteren ist z.B., dass das Trommelgeräusch nicht mehr visuelle abschalten lässt. Dieses Geräusch ertönt zusammen mit dem Anmeldebildschirm und trieb den einen oder anderen Linuxbenutzer die Schamröte ins Gesicht, wenn ein Zuschauer anwesend war (habe ich munkeln gehört
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Beutelbären wackeln nicht, haben aber schlechte Augen
Geschrieben am 19. August 2009 7 Kommentare
Direkt nach Erscheinen der mittlerweile vierten Alphaversion installierte ich Ubuntu 9.10 „Karmic Koala“ auf meiner externen Festplatte (nicht ganz gemäß meines Vorhabens). Da ich die dritte Alpha übersprungen habe, sah ich mich nun etwas um und stieß auf auffällige Änderungen, die es bei meinem letzten Stand noch nicht gab:- Pidgin ist nicht mehr da. Wie lange zuvor angekündigt, hat Canonical den bisherigen Messengerdienst Pidgin aus Ubuntu herausgeworfen und Empathy eingeführt. Das mag sowohl Vorteile als auch Nachteile haben, mir ist es relativ egal. Ich habe parallel noch Jaunty installiert und Empathy importierte fehlerfrei meine Accounts von dort aus Pidgin, was planmäßig dem Umstieg auf das neue Programm auf minimalen Aufwand reduzierte und niemanden schwer fallen dürfte. Weiterlesen »
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Karmics Standardplayer
Geschrieben am 6. Juni 2009 Keine KommentareImmer wieder stolpert man über Seiten, in denen angekündigt wird, das eventuell ein neuer Standardplayer für Medien in Karmic eingeführt wird. Diese Player trägt den Namen Banshee und startet nun in Version 1.5. Dies ist, anders als die Nummerierung erwarten lassen könnte, keine fertige Version, sondern eher ein Übergang von 1.4 auf 1.6, das eigentliche Ziel. Dementsprechend ist dieses Programm auch nur als „beta“ seit Anfang des Monats auf der Homepage erhältlich.
Im Vergleich zur Vorversion sollen einige nützliche (und teils unnützliche) Neuerungen kommen. Da es das Ziel dieses Projektes ist, Standardplayer in Ubuntu zu werden, rüsten sich die Entwickler schon mit einem Tool, was den Umstieg vom jetzigen Standard Rhythmbox erleichtern soll. Es gibt eine Funktion, die sowohl die Einträge aus der Bibliothek dieses Programmes, als auch deren Bewertungen, Metadaten etc. einliest.
Weiterhin gibt es ein Tool, dass die BPM (beats per minute) erkennt. Mit dem Paket „gst-plugins-bad“ soll das möglich sein. Außerdem kann man dies mit einem „Tap“-Button beeinflussen.
Die erste wirklich nützliche Neuerung ist eine Funktion, die abgespielte Songs automatisch bewertet. Mich nervt es schon immer, dass man jeden Song einzeln bewerten soll. Banshee erkennt jetzt am Hörverhalten, ob man ein Lied mag oder nicht. Und anstatt das mit max. 5 Sternen zu bewerten (so erfolgt nur die Darstellung), wird das von 0 bis 100 Punkten getan.Was ich auch cool finde, ist dass die Suche verbessert wurde. Nun werden Sonderarten von Buchstaben (ich denke mal, dass damit auch Umlaute gemeint sind) auch über den paternellen Buchstaben gefunden.
Im Übrigen hat Banshee bisher noch nicht Rhythmbox ersetzt. Auch ist das neue Paket noch nicht in den offiziellen Quellen vorhanden. Allerdings kann man sich den Quelltext herunterladen (tar.gz) oder über folgende Fremdquelle Banshee 1.5.0 holen (Warnung vor Fremdquellen! Unter keinen Umständen benutzen, wenn man es nicht möchte!):
deb http://ppa.launchpad.net/banshee-unstable-team/ppa/ubuntu karmic main deb-src http://ppa.launchpad.net/banshee-unstable-team/ppa/ubuntu karmic main
Update:
Man kann sich Banshee auch selbst kompilieren:sudo apt-get install libmono-sqlite1.0-cil libsqlite3-dev sqlite libmono-dev libmono-peapi2.0-cil mono-2.0-devel mono-gmcs libglib1.2-dev libglib2.0-dev gtk-engines-mono libglib1.2ldbl libgtk1.2 libgtk1.2-common gtk-sharp2 gtk-sharp2-examples gtk-sharp2-gapi libgtkhtml3.16-cil libxml-libxml-common-perl libxml-libxml-perl libxml-namespacesupport-perl libxml-sax-expat-perl libxml-sax-perl lynx lynx-cur monodoc-base monodoc-browser monodoc-gtk2.0-manual monodoc-manual libmono-zeroconf1.0-cil libipodui-cil libipod-cil libmtp-dev libtaglib2.0-cil boo mono-devel mono-utils libgstreamer-plugins-base0.10-dev libgtk2.0-dev intltool libndesk-dbus-glib1.0-cil libmono-addins0.2-cil libmono-addins-gui0.2-cil libgnome2.24-cil libglib2.0-cil libgconf2.24-cil libmono-accessibility2.0-cil libmono2.0-cil make sudo make install sudo checkinstall
Alternativ kann man auch unser PPA hinzufügen, dort ist der neue Banshee auch enthalten:
deb http://ppa.launchpad.net/jonas-hartz-online/bejonet/ubuntu jaunty main deb-src http://ppa.launchpad.net/jonas-hartz-online/bejonet/ubuntu jaunty main
Viel Spaß mit Banshee!
Bildquelle: banshee-projekt.org
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Karmic, der vierte Tag
Geschrieben am 18. Mai 2009 Keine KommentareAuch nach vier Tagen und 112 Updates hat sich nicht viel verändert. Die Grafik lässt sich weiterhin nicht erfolgreich installieren, neulich musste ich sogar im recovery-Modus den Grafiktreiber über das Root-Terminal deinstallieren, weil der PC nicht einmal mehr im Textmodus starten ging. Das funktioniert per
apt-get remove xorg-driver-fglrx
Außerdem muss man aus xorg.conf die Zeile mit „fglrx“ entfernen. Dies geht auch im recovery-Modus mit nano, dem Terminal-Texteditor, der standardmäßig installiert ist.
Die oben angesprochenen Updates betrafen überwiegend Bibliotheken und Intelbausätze, haben mich also nicht unbedingt weiter gebracht. Für die Musik- und Videowiedergabe habe ich jetzt gängige Codecs installiert, mit welchen ich mp3, avi und sonstige Mediendateien abspielen kann. Leider knackt und rauscht es ab und zu immernoch bei Systemsounds wie Start-/ Anmeldeton oder bei Pidgin. Flash geht auch problemlos zu installieren, sowohl gnash als auch das Flashplugin von Adobe. Hier sind natürlich ein haufen IA-32-Libs notwendig, die aber keine Probleme machen. Leider wird das WLAN bei längerer Benutzung instabil, obwohl die Empfangsqualität erstaunlich gut ist.
Eine Sache die mir aufgefallen ist, ist der unzuverlässige, deutsche Server von Canonical. Die gestrigen Updates konnte ich bspw. aufgrund eines 404-Fehlers erst am späten Abend herunterladen. Auch werden Hilferufe im Forum aus ähnlichen Gründen laut. Abhilfe schafft hier der Hauptserver, der sich über System → Systemverwaltung → Softwarequellen einstellen lässt.
Um mir den richtigen Unstable-Kick zu geben, habe ich mir noch Firefox-3.5 (Shiretoko, Beta 4) geholt, allerdings ist dieser Browser stabil und macht keine Probleme.
Ärgerlich: als ich mir gestern Gnome Do holen wollte, gab es einen Konflikt zwischen dem Hauptpaket und seinen Plugins. Die Plugins merkten Gnome Do zum Deinstallieren vor, benötigten dies aber als Abhängigkeit! Folge: Gnome Do liegt jetzt ohne Plugins hier und wird nicht benutzt.
Das ist so der momentane Stand der Karmic-Expedition. Liebe Grüße
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Karmic auf echter Hardware
Geschrieben am 16. Mai 2009 Keine KommentareHallo!
Nach einem ersten, sehr kurzem Testlauf in einer virtuellen Maschine wagte ich gleich die Installation der Alpha 1 des künftigen Ubuntu auf echter Hardware, sprich auf meiner externen Festplatte. Die ungrafische Installation (nur eine Alternate-Version ist verfügbar) verlief ganz nach der Anleitung bei ubuntuusers.de. Interessant: bei der Installation in virtueller Umgebung wurde das gesamte System auf deutsch eingerichtet, im echten System war die Installation zwar deutsch, Karmic selbst war aber größtenteils englisch. Die deutsche Sprachdatei muss aus dem Internet heruntergeladen werden, denn sie liegt nicht auf der CD. Ein LAN-Kabel ist bei der Installation also nicht schlecht
Mein System:
- 4 GB RAM
- AMD Turion 64 X2
- ATI-Radeon HD 2400
- Karmic Koala Alpha 1, 64bit
Erster Eindruck
Nach der etwa halbstündigen Installation stürzte ich mich gleich ins Geschehen. Der Bootvorgang lässt noch auf die „Revolution“ warten, denn der Usplash ist der gleiche wie unter Jaunty-default. Es fällt auf: Karmic ist mit dem Kernel 2.6.30-5-generic die erste Ubuntuversion, unter der mein WLAN-Chip (Atheros AR5008) out-of-the-box wunderbar funktioniert, ohne ndiswrapper oder sonstige Zauberformeln zu benutzen. Mehr sogar: der Empfang ist besser als mit ndiswrapper (siehe Tabelle). Allerdings treten manchmal auch hier die aus Jaunty bekannten Kicks des ath9k-Treibers auf.
Negativ fällt mir auch die Tonqualität auf. Es gibt zwar eine Audioausgabe, diese knistert allerdings sehr, als wären die Lautsprecher kaputt.
Treiber (Ubuntu) ndiswrapper (Intrepid) ath9k (Jaunty) ath9k (Karmic) WLAN-Empfang
(am gleichen Ort)ca. 45% (stabil) ca. 20% (instabil, starke Schwankung)
ca. 55% (instabil) Programmversionen
Um gleich alles vorweg zu nehmen: Nicht alle Programme sind gleich auf dem neusten Stand, beta-Versionen wie Firefox 3.5 sind nicht vorinstalliert. Besagter Browser tritt mit Version 3.0.10, Openoffice sogar schon mit 3.1.0 auf (obwohl dies im Logo noch nicht vermerkt ist). Meine Desktopumgebung GNOME ist mit 2.26 in der gleichen Version wie unter Jaunty vertreten, obwohl eigentlich die neueste Verison 2.27 angekündigt wurde. Diese ist nur teilweise vorhanden, etwa bei den GNOME-Games, eog, Orca oder Nautilus. Das Panel, Terminal und die Themes sind noch „alt“.
sudo dpkg -l | grep -i gnome | grep -i 2.26
sudo dpkg -l | grep -i gnome | grep -i 2.27
Mein proprietärer Grafikkartentreiber ist zwar in der Liste der „Hardware-Treiber“ geführt, lässt sich aber nicht wirklich installieren. Bei der Aktivierung kommt entweder eine Fehlermeldung, oder es passiert gar nichts.
Spontane Fehler
Die meisten Fehlermeldungen, die bei meinem ersten Testdurchlauf kamen, betrafen die Paketquellen, dass der Download fehlschlug. Auch andere Fehler werden gemeldet, teilweise auch ohne Inhalt. Außerdem ging plötzlich mein Bildschirm für einige Sekunden aus, allerdings bin ich überzeugt, dass die mit installiertem Grafiktreiber nicht mehr vorkommt.Hier ein kurzer Screencast zu Karmic:
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Der Beutelbär ist aus dem Käfig
Geschrieben am 14. Mai 2009 Keine Kommentare3 Wochen nach Erscheinen des Jackalopen wurde Karmic Koala — Ubuntu 9.10 — mit der Alpha 1 publiziert. Diese Version, benannt nach dem australischen Wahrzeichen, revolutioniert die Computerwelt, zumindest für die Benutzer dieser Distribution.
Schon seit Längerem ist Benutzern des aus Red Hat geborenen Fedora die Ehre erwiesen, ihren Bootvorgang nicht mit veraltetem Usplash zu verfolgen, sondern mit Plymouth zu bewundern. Ubuntu wird mit dem Koala auch seinen Klienten diesen Luxus erweisen, denn ab 9.10 wird Plymouth voreingestellt sein.Außerdem wird das schon seit langem diskutierte Cloud-Computing vermehrt unterstützt. Mark Shuttleworths Unternehmen Canonical hat — ebenfalls heiß diskutiert — den Onlinespeicher UbuntuOne als Beta veröffentlicht, um dessen Einführung nicht nur aus technischen Gründen viel geredet wird. Viele bezichtigen diesen Dienst sogar als Verrat an Ubuntu, denn statt quelloffener Software gibt es hierbei einen teils kommerzialisierten, geschlossenen Dienst. Hinweise auf Datenschutzrichtlinien fehlen bisher.
Nun, wir von bejonet werden uns den Koala genauer ansehen und dessen Fortschritte teils auf virtueller, teils auf echter Hardware verfolgen. In den nächsten Tagen werden wir uns mit dem australischen Tier unter der Haube auseinandersetzen und davon berichten.

Momentan liegt Karmic Koala nur als Alternate und Serverversion bereit zum Download, dafür jeweils in i386 und x64.
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Graue Wolken in der IT-Welt
Geschrieben am 31. März 2009 Keine KommentareWolken stehen im Reallife für eine bestimmte Wetterlage: Es ist bewölkt, das bedeutet dass der Himmel von Dunstwolken übersät ist, so dass man die Sonne nur noch erahnen kann. In der Informationstechnologie stehen Wolken für eine hochmoderne Technologie, die langsam aber sicher in die Computerwelt einzieht.
Worum gehts?
Unter Cloud-Computing bzw. Cloud-IT versteht man das Auslagern von Speicherplatz und Rechenleistung auf einen externen Computer (Server), die sog. Cloud. Mehrere Benutzer (Cloud-Clients) können über ein Netzwerk gleichzeitig auf genau die gleichen Dateien und die gleichen Anwendungen zurückgreifen, natürlich mit gewissen Einschränkungen. In der Realität gibt es bisher nur Ansätze für diese Technik: Mit Googles Service docs liegt ein lauffähiges Office Paket kostenlos bereit, abrufbar mit dem Browser. Software muss nicht installiert werden, alles was man benötigt stellt Google auf den hauseigenen Servern zur Verfügung. Dateien kann man auch gleich speichern und – wenn es denn sein muss – kann man sie sogar herunterladen und auf dem EIGENEN Rechner speichern.
Amazon bietet einen Dienst mit der Typenbezeichnung EC2 an, bei dem man sich Server mieten kann um eine eigene Cloud aufzubauen.
Nachteile
Hieran erkennt man schon: Cloud-IT hat den riesigen Nachteil, dass man die Kontrolle über eigenen Dateien verliert. Die Daten, die Software, alles liegt auf Rechnern, die man im echten Leben niemals zu Gesicht bekommen wird, man wird die Menschen nie persönlich kennen lernen, die sich um die Wartung dieser Rechner kümmern und auch nie in das Angesicht des Verantwortlichen dieser Serverfarmen sehen. Alles geschieht im wahrsten Sinne des Wortes in einer Wolke, einem undurchsichtigem Gebilde, dessen Struktur man nicht durchschauen kann. Man gerät in die Abhängigkeit von fremden Anbietern und muss diesen fremden Menschen blind vertrauen.Rein technisch gesehen können die Anbieter auf jede Datei zugreifen, die dort gespeichert sind. Sie können Mails lesen, sie auswerten und, wenn es um Firmendaten geht, diese auf dem Schwarzmarkt verkaufen. Gut, das ist weit hergeholt, aber trotzdem realistisch.
Doch auch eine firmeneigene Wolke auf eigenen Server birgt Gefahren. Sollte ein Hardwarefehler bei einem Cloud-Client auftreten ist das im System nahezu folgenlos: keine Daten gehen verloren, denn alles ist extern gespeichert. Der “Zombie” kann problemlos ausgetauscht werden. Doch was ist, wenn der Server ein Hardware- oder Softwareproblem hat? Dann sind im Extremfall alle dort gespeicherten Daten und Anwendungen futsch.
Wie sich das äußert haben Benutzer des Google-Dienstes Googlemail vor ein paar Wochen erfahren. Das Mailinterface sind für eine Stunde ausgefallen, offiziell wegen Fehlern bei Wartungsarbeiten, Microsofts Mailangebot war sogar für 5 Stunden unerreichbar. Unvorstellbar für eine Firma, die auf den E-Mail Verkehr angewiesen ist. Und wenn sie noch mehr als einen E-Mail-Server in die Hände anderer Menschen legt? Stellt euch mal vor, Kundendaten einer Bank sind in einer Wolke gespeichert und diese Wolke wird physisch zerstört, sei es durch Brand, Vandalismus oder ein Naturphänomen. Bei dezentral gespeicherten Daten ist eine solche Katastrophe nicht so folgenschwer.Mark Shuttleworth, der Mann hinter Ubuntu, wird im April ankündigen, dass Ubuntu mit Karmic Koala Cloud-Computing weitgehend unterstützen wird. Es wird Schnittstellen mit Amazons Dienst geben, aber es wird auch eine größere Neuerung geben: Canonical möchte ein eigenes Cloud-Angebot aufstellen. Dieses wird zu 100% auf Open-Source basieren. Damit ist es sehr gut möglich, dass auch Privatanwender auf den Geschmack kommen, eine Wolke nach eigenen Kriterien aufzubauen. Der Vorteil zu den bisherigen proprietären Angeboten ist die Kontrolle, die man hat, und die Möglichkeit, das Angebot mitzugestalten. Damit wird ein großer Teil der Nachteile zerstört. Bisher war man auf das Softwareangebot einer Firma angewiesen, bald wird man es frei aus dem Internet beziehen können. Die Abhängigkeit von einer fremden Firma geht, aber abhängig von der Community ist man weiterhin.
Vorteile
Bei allen Nachteilen die Cloud-Computing bildet, darf man aber diese Entwicklung in der Informationstechnologie nicht nur verurteilen, es gibt auch eine Fülle von Vorteilen, die sich daraus ergeben. Vor allem Firmen können hierbei eine Menge Geld sparen. Für die Büroarbeiter ist es nicht mehr notwendig, dass jeder Computer mit aktueller Hardware ausgerüstet ist, die Rechenleistung wird an einem (bzw. mehreren) Punkten bereitgestellt. Die Anschaffung eines schnellen, leistungsstarken Servers oder einer Serverfarm rechnet sich also wieder mit dem gesparten Geld für die Clients.
Außerdem hat es den Vorteil, dass Softwareupdates nicht mehr bei jedem Computer einzeln installiert werden müssen, sondern dass ein einziges Update für alle Clients gleichzeitig stattfindet. Das spart nicht nur Personalkosten
.Weiterhin ist es für Firmen praktisch, wenn mehrere Menschen auf Dateien zugreifen können, ohne dass diese kopiert werden müssen, somit spart man insgesamt Speicherplatz.
Der wohl größte Vorteil von globalen Wolken wie Googledocs ist wahrscheinlich die absolute Ortsunabhängigkeit: Man kann an jedem PC mit Internetanschluss auf seine Dokumente zugreifen, an ihnen arbeiten, sie verwenden, drucken oder sonstwas damit machen, ohne auf die installierte Software des Anwender-PCs angewiesen zu sein. Und das ist meiner Meinung nach ein Fakt, den man nicht vernachlässigen sollte. Denn wer hat es noch nicht erlebt, dass ein mühsam erstelltes Dokument auf einem fremden Rechner komplett anders dargestellt wird, als auf dem Heim-PC? Oder wer flucht nicht, wenn auf dem neuen Arbeits-PC kein OOo3 oder LaTeX installiert ist, so dass das tolle Dokument quasi wertlos ist?
Fazit
Letztendlich sollte jeder selbst eine Meinung zu Wolken im Computerbereich bilden und für sich selbst wissen, welche Daten er an wildfremde Menschen schickt, damit diese darauf aufpassen. Ich selbst benutze Googlemail, Googledocs nahm ich bisher nur für eine Sicherheitskopie meiner Facharbeit.
Liebe Grüße, Benni
Weiterführende Links:
- Bayern2: Wolkenbruch
- B5-Aktuell: Das Computermagazin
- Golem.de: Spezial zu Cloud-Computing
- Richard Stallman: Interview (en)
- Diskussion zum Thema bei Ubuntuusers.de
Bildquellen:

