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Essen in Tansania
Geschrieben am 7. Juli 2010 3 KommentareEssen in Tansania ist im großen und ganzen kein Spaß. Das liegt vor allem an der mangelnden Abwechslung. Es wird einfach immer das gleiche gekocht. Das liegt vor allem daran, daß hier dem Essen einfach nicht so die Bedeutung beigemessen wird wie bei uns. Man isst nicht, weils einem schmeckt, sondern um satt zu werden.
Ein weiterer Faktor ist, dass es einfach nicht soviel Auswahl gibt wie bei uns. Es gibt halt keine Importierten Früchte und Gemüse (höchstens in den Supermärkten aber dann sehr teuer) oder Fertiggerichte. Auch Fleisch und Fisch ist nicht wirklich verfügbar. Es gibt zwar Rindfleisch, Hühnchen, ein paar Fische, aber bei weitem nicht so viel wie bei uns. Und das was hier als Fleisch verkauft wird würde in Deutschland unter Gammelfleisch laufen. Außerdem fehlt einfach das Wissen wie man manche Dinge kocht. So haben wir vor kurzem Gulaschsuppe gekocht, alles mit lokalen Materialien vom Markt, aber unsere Haushälterin hätte das nie gekocht, weil sie einfach nicht weiß wie.
Eine weitere Besonderheit der Tansanischen Küche ist, dass alles mit möglichst viel Fett zubereitet wird. Das Gemüse schwimmt immer nur so im Fett, selbst Nudeln werden mit Fett zubereitet.Zum Frühstück gibt es hier eigentlich nur labriges Weißbrot mit Blueband, so heißt die Butter die es hier gibt. Wenn man Glück hat, gibt es noch eine Chemie-Marmelade dazu. Als einzige Alternative ist noch Erdnußbutter verfügbar, also alles nur süßes Zeugs, keine Wurst und auch kein Käse. An lokalem Essen fürs Frühstück gibt es Mandazi, eine Art Krapfen und Chapati, eine Art Fladenbrot sowie Uji, flüßigen Maisbrei der meistens ganz Ok ist, wenn nicht am Zucker gespart wurde. Wir essen meistens nur Brot mit Blueband. Allerdings haben wir das Glück, daß hier in der Gemeinde Marmelade für Touristen hergestellt wird, so können wir uns davon immer was kaufen. Diese schmeckt richtig gut, weil sie hier frisch hergestellt wird und nicht in irgendeiner Fabrik in Kenia. Weiterlesen »


