Das Blog von Benni und Jonas
  • Virtuelles Tagebuch (1. Juli)

    Geschrieben am 11. Juli 2010 jonas 4 Kommentare
      • 01:30 Wache auf, weil unsere neenn Mitbewohner grade von einer Party kommen und nicht leise sein können
      • 07:45 Wecker klingelt
      • 07:55 Stehe auf
      • 08:05 Frühstück mit Maik, andere schlafen noch
      • 08:45 Lese ein bisschen Herr der Ringe
      • 09:00 Mache mich auf den Weg zum Pallotti
      • 09:05 Komme an, gebe Sister Josephine das Geld, was mir Experous tags zuvor gegeben hat
      • 09:10 Muss mit ansehen, wie sie 1,1 Millionen Tansanische Schilling jemand anderen zum Zählen abgibt
      • 09:20 Sr. Josephine hat es endlich geschafft, zwei Quittungen zu schreiben.
      • 09:25 Kurzes Gespräch mit Monalisa, der Putzfrau
      • 09:30 Schaue nach, wie es Malte geht und frage ob er was braucht, sehe unsere neuen “Freunde”
      • 09:40 Bin wieder am Pallotti und trage mit Ndoti Tische und Stühle für das Mittagessen
      • 10:20 Komme wieder nach Hause, mache ersteinmal mit Stella, unserer Haushälterin, ein zweites Frühstück
      • 10:50 Maik kommt zurück
      • 11:10 Wir gehen gemeinsam zum Pallotti, ich schaue, was der neue Ire im Computerraum macht.

        Computerraum

      • 12:30 Sind fertig, warte auf Maik Weiterlesen »
    • Fussball-WM in Tansania

      Geschrieben am 9. Juli 2010 jonas 3 Kommentare

        Public Viewing zum Ghanaspiel

        Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, findet zur Zeit die Fussball-Weltmeisterschaft in Afrika statt.
        Da dies eine einmalige Gelegenheit ist, wurde hier beschlossen, so viele Spiele wie möglich auf einer großen Leinwand zu zeigen. Wir drei Freiwilligen sollten dass in die Hand nehmen, wobei mir die technische Organisation zuviel.
        Unser Pfarrer hat einen Beamer aus Europa mitgebracht, so war das größte Problem schonmal beseitigt. Zwei Tage vor der WM sind er und ich dann einkaufen gewesen. Um alle Spiele zeigen zu können brauchten wir einen Digital-Receiver mit Pay-TV, dessen Organisation sich als nicht ganz so einfach erwiesen hat, weil kurz vor der WM jeder so einen haben wollte. Ausserdem brauchten wir große UPS (Batterien), damit im Falle eines Stromausfalles alles noch 10 Minuten weiterläuft, bis der Generator angeschaltet worden ist. Nachdem das alles eingekauft worden war, konnten wir den ersten Testlauf starten. Weiterlesen »

      • Mount Meru – Die Besteigung in Bildern

        Geschrieben am 7. Juli 2010 jonas 4 Kommentare

          Reisegruppe

          Öde Landschaft

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        • Mt. Meru

          Geschrieben am 7. Juli 2010 jonas 4 Kommentare

            Da ich jetzt seit knapp einen halben Jahr jeden Tag auf den Meru schaue, haben wir beschlossen, ihn auch einmal zu besteigen. Der Meru ist mit gut 4500 Metern der zweithöchste Berg Tansanias, man kann ihn entweder in drei oder vier Tagen besteigen. Aus Kostengründen entschieden wir uns für die kürzere Variante. Anders als bei dem Kilimanjaro gibt es nur einen Weg nach oben und den muss man dann auch wieder runter.
            Unsere Reise begann Sonntag früh um halb 8, wir wurden von uns zuhause abgeholt, sind dann zum Fuss des Meru gefahren, wo wir dann am Nationalparkstor das Gepäck verteilt haben. Jeder hatte sein persönliches Gepäck zu tragen und einen Schlafsack, Essen, Gas etc haben die Träger getragen. Nachdem wir das aufgeteilt haben sind wir mit unserem bewaffneten Ranger und dem Guide losgewandert, während die Träger und der Koch schon vorgelaufen sind.
            Die erste Etappe war noch unterhalb der Wolkendecke, wir wanderten 6 Stunden auf einer Schotterpiste zur ersten Hütte. Auf dem Weg haben wir ein paar Giraffen, Büffel und Zebras gesehen, waren an einem Feigenbaum durch den man durchlaufen konnten, haben einen Wasserfall gesehen und sehr viel grüne Landschaft. Gegen vier kamen wir dann an der ersten Hütte an, wo schon Popkorn, Kaffee und Tee für uns bereitstanden. Nach diesem kleinen Imbiss erstmal die Zimmer beziehen, eiskalt duschen, ein bisschen die Hütte und die Aussicht genießen und dann war es schon Zeit fürs Abendessen. Danach spielten wir noch ein bisschen Tabu und sind dann relativ früh ins Bett gegangen, weil wir am nächsten Tag um 6 Uhr aufstehen mussten.
            Am Montag war um 6 Uhr Sonnenaufgang, von dem wir leider nicht so viel sehen konnten, weil es total bewölkt war. Weiterlesen »

          • Essen in Tansania

            Geschrieben am 7. Juli 2010 jonas 3 Kommentare

              Mittagessen mit Chipsi Mayai

              Essen in Tansania ist im großen und ganzen kein Spaß. Das liegt vor allem an der mangelnden Abwechslung. Es wird einfach immer das gleiche gekocht. Das liegt vor allem daran, daß hier dem Essen einfach nicht so die Bedeutung beigemessen wird wie bei uns. Man isst nicht, weils einem schmeckt, sondern um satt zu werden.

              Ein weiterer Faktor ist, dass es einfach nicht soviel Auswahl gibt wie bei uns. Es gibt halt keine Importierten Früchte und Gemüse (höchstens in den Supermärkten aber dann sehr teuer) oder Fertiggerichte. Auch Fleisch und Fisch ist nicht wirklich verfügbar. Es gibt zwar Rindfleisch, Hühnchen, ein paar Fische, aber bei weitem nicht so viel wie bei uns. Und das was hier als Fleisch verkauft wird würde in Deutschland unter Gammelfleisch laufen. Außerdem fehlt einfach das Wissen wie man manche Dinge kocht. So haben wir vor kurzem Gulaschsuppe gekocht, alles mit lokalen Materialien vom Markt, aber unsere Haushälterin hätte das nie gekocht, weil sie einfach nicht weiß wie.
              Eine weitere Besonderheit der Tansanischen Küche ist, dass alles mit möglichst viel Fett zubereitet wird. Das Gemüse schwimmt immer nur so im Fett, selbst Nudeln werden mit Fett zubereitet.

              Zum Frühstück gibt es hier eigentlich nur labriges Weißbrot mit Blueband, so heißt die Butter die es hier gibt. Wenn man Glück hat, gibt es noch eine Chemie-Marmelade dazu. Als einzige Alternative ist noch Erdnußbutter verfügbar, also alles nur süßes Zeugs, keine Wurst und auch kein Käse. An lokalem Essen fürs Frühstück gibt es Mandazi, eine Art Krapfen und Chapati, eine Art Fladenbrot sowie Uji, flüßigen Maisbrei der meistens ganz Ok ist, wenn nicht am Zucker gespart wurde. Wir essen meistens nur Brot mit Blueband. Allerdings haben wir das Glück, daß hier in der Gemeinde Marmelade für Touristen hergestellt wird, so können wir uns davon immer was kaufen. Diese schmeckt richtig gut, weil sie hier frisch hergestellt wird und nicht in irgendeiner Fabrik in Kenia. Weiterlesen »

            • Malawisee

              Geschrieben am 4. Juni 2010 jonas 2 Kommentare

                Die Reisegruppe

                Nach unserer abenteurerlichen Anreise zum Malawisee freuten wir uns auf eine schöne, ruhige Schiffsfahrt. Daraus wurde aber nichts. Als wir die Tickets kaufen wollten, wurde uns gesagt, dass es keine Kabinen der Ersten Klasse mehr gibt. Die waren alle von einer Indischen Reisegruppe belegt worden. Also mussten wir uns Tickets der dritten Klasse kaufen (zweite Klasse gabs sonderbarerweise einfach nicht). Dadurch haben wir aber immerhin einen Haufen Geld gespart. Als wir dann aufs Schiff konnten, merkten wir, dass es vielleicht doch keine SO gute Idee war, dritte Klasse zu fahren. Total überfüllt und nur Holzbänke. Man hat sich zwischenzeitlich wie auf einem Flüchtlingsboot gefühlt, überall schwarze Menschen. Nach drei Stunden sind wir dann auf die Idee gekommen, aufs Deck zu gehen, dort konnten wir uns dann ausbreiten und uns sogar hinlegen. Allerdings war der Platz nicht so ideal, weil wir direkt auf dem Laderaum lagen. So mussten wir bei jeden Halt aufstehen.

                Wir am morgen auf unseren Schlafplatz

                Abends, gegen 21:00 war dann der erste Halt an einem der Dörfer am Malawisee. Diese Dörfer haben keinen Anschluss über eine Straße, sie werden also nur über dieses Schiff versorgt, was einmal die Woche dort anlegt. Als wir dort anlegten, kamen ganz viele Frauen mit langen Stäben an deren Enden Eimer befestigt waren und haben gesagt, was sie verkaufen. Man hat dort dann sein Geld reingelegt und hat dann von ihnen Waren hochgereicht bekommen. Das war ein total cooles Bild. Wir haben uns dann erstmal ein Abendessen dort zusammengekauft: Fisch, Süßkartoffeln und Maniok. Währenddessen wurde ganz viel Zeugs aus dem Schiffsbauch entladen, von Colakästen über Matratzen, Zucker und Salz bis hin zu Fahrrädern entladen und dafür Naturprodukte wieder eingeladen. Kartoffeln und Holz vor allem. Wir entschieden uns dann dafür, immer abwechselnd zu schlafen, zwei haben immer Nachtwache gehalten. Alle drei Stunden sind wir an einem neuen Dorf angelegt und das gleiche Schauspiel hat sich wiederholt. Am nächsten Morgen erreichten wir gegen 11 Uhr Mbamba Bay, unseren Endhafen. Weiterlesen »

              • Fahrt zum Malawisee

                Geschrieben am 3. Juni 2010 jonas 2 Kommentare

                  Tazara Bahnhof Dar-Es-Salaam

                  Dieser Eintrag geht nur über unsere Fahrt vom Mwenge-Busbahnhof in Dar-Es-Salaam bis hin zum Hafen von Itungi-Port. Klingt nicht wirklich spannend, ist es aber. Haben fast alle öffentlichen Verkehrsmittel die Tansania so zu bieten hat, genutzt. Wir kamen Dienstag morgen in Mwenge am Busbahnhof an, sind dann mit einem Bajaji (einem Motorisierten Dreirad) als erstes zum Mlimani-Shopping-Centre gefahren weil Maik sich ein neues Handy kaufen musste, da er sein altes verloren hatte. Von dort wieder mit einem Bajaji nach Ubungu. Dort haben wir zu Mittag gegessen, Verpflegung für die Busfahrt gekauft und haben uns dann ein DalaDala zum Bahnhof der Tazara genommen.
                  Der Bahnhof ist ein riesiger, sozialistischer Bau aus den 1970ern, von den Chinesen erbaut. Er ist eigentlich völlig überdimensioniert, wenn man bedenkt, dass von diesem Bahnhof genau zweimal die Woche ein Zug abfährt. Aber er war schon relativ voll. Wir wurden am Eingang als erstes zu einem Wartesaal der Ersten Klasse geführt, das nicht überfüllt war, dafür klimatisiert. Manchmal hat es schon Vorteile, Geld zu haben. Nach einer halben Stunde Wartezeit konnten wir endlich in den Zug einsteigen, hatten zu viert unser eigenes Schlafabteil mit 4 Betten und einem Tisch. Der Zug fuhr dann erstaunlich pünktlich ab, hätten wir alle nicht erwartet. Weiterlesen »

                • Bagamoyo

                  Geschrieben am 1. Juni 2010 jonas 4 Kommentare

                    Aussicht von unseren Hotelzimmer

                    Unser Urlaub hat nach dem Seminar in Dar-Es-Salaam am Samstag, dem 8. Mai angefangen. Während alle anderen früh aufgestanden sind, um ihre Busse zu kriegen, haben wir ausgeschlafen, dann gefrühstueckt und sind dann mit dem Daladala zum Mwenge-Busbahnhof gefahren. Von dort sind wir dann mit einem Bus die zwei Stunden bis nach Bagamoyo gefahren.

                    Dort angekommen, sind wir zum Bagamoyo Country Club, einem Hotel, dass uns von Ute und Dieter empfohlen wurde. Dort haben wir auch einen Super Preis bekommen, normalerweise kostet das Doppelzimmer mit Frühstück 60 Dollar, wir haben es aber für 30000 Schilling bekommen. Und das Hotel war das Beste, in dem wir in Tansania je waren. Es hatte Strandzugang, ein richtig gutes Frühstück und sah auch ganz nett aus. Samstag sind wir dann noch ein bisschen rumgelaufen, waren essen, haben uns ein altes Fort angeschaut und schon einmal die ersten Eindrücke von der Stadt gesammelt.

                    Strand mit Ruinen

                    Sonntag früh sind wir dann in die Stadt gegangen, haben uns Fahrräder ausgeliehen und sind damit durch die Stadt gefahren. Zu alten Ruinen außerhalb der Stadt, die nicht so berauschend waren. Dann in der Stadt ein bisschen rumgefahren, haben uns alle Sehenswürdigkeiten angeschaut, abends waren wir dann noch bei einer alten Kirche, in einem Museum über die koloniale Vergangenheit Bagamoyos, wo auch viel deutsches Zeugs ausgestellt war. Das ganze Museum war recht freundlich gegenüber den Deutschen eingestellt (Tanzania war deutsche Kolonie). Das krasseste war aber eine Deutsche Zeitung die ausgestellt war mit Schlagzeilen wie: Wie erziehe ich den Neger zur Plantagenarbeit? und Anzeigen wie: Plantagenarbeiter jetzt wieder verfügbar! Weiterlesen »

                  • Familienbilder

                    Geschrieben am 27. Mai 2010 jonas 5 Kommentare

                      Familie Tarimo aus Tansania

                      Für meinen Bericht Familienbilder habe ich mir die Familie Tarimo ausgewählt.

                      Die Familie Tarimo besteht aus Adelinus mit seiner Frau Mary, den Kindern aus Adelinus erster Ehe, Esther, Paulina, Joyce, und Collins, dem Kind was er mit seiner zweiten Frau, Mary hat. Adelinus` erste Frau ist 2006 gestorben, also keine Polygamie-Familie.

                      Sie wohnen in Esso, einem kleinen Stadtteil, in dem aber unglaublich viele Leute leben. Es leben geschätzte 40000 Leute in diesem Gebiet, was man in einer knappen halben Stunde zu Fuß einmal durchqueren kann, nur um einmal die Bevölkerungsdichte zu veranschaulichen. Esso ist ein sehr armer Stadtteil, man könnte ihn durchaus als Slum bezeichnen.

                      Allerdings sind nicht alle Leute die dort Leben arm. Es gibt zwar sehr viele Menschen, die nur in einer Lehmhütte leben, und sich zu fünft ein Zimmer teilen, aber es gibt auch eine ganze Reihe von ordentlichen Häusern. Die dann alle stark bewacht sind. Alle mit hohen Mauern drumherum, Zäunen, viel Stacheldraht und bei den bessergestellten kommt Nachts auch noch ein Wachmann.

                      Mauer vor dem Hauseingang

                      Familie Tarimo wohnt in einem dieser Häuser, hat allerdings keinen Wachmann. Das Haus besteht aus zwei Hälften, die baulich nicht miteinander verbunden sind. In der Mitte ist ein kleiner Hof, in dem die Wäsche gewaschen und getrocknet wird.

                      Das Haus von innen ist für afrikanische Verhältnisse groß, es gibt sogar den Luxus eines eigenen Zimmers für jedes Familienmitglied, was für uns selbstverständlich ist, aber hier in Afrika eine absolute Seltenheit, wo sich doch viele Familien ein einziges Zimmer teilen müssen.

                      Das Haus ist ganz gut eingerichtet, hat einen Anschluss Elektrizität, aber nicht an fließend Wasser, es gibt eine Küche, ein Wohnzimmer, was auch gleich der erste Raum ist, in dem man kommt.

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                    • Computerkenntnisse in Tansania

                      Geschrieben am 21. Mai 2010 jonas 11 Kommentare

                        Nachdem ich die letzten Male eigentlich immer nur über die Computerschulen in denen ich gearbeitet habe, berichtet war, ist es mal an der Zeit, ein bisschen über die Computerkenntnisse der Tansanier zu berichten. Das ist natürlich auch nur eine grobe Verallgemeinerung, da ja jeder unterschiedliche Kenntnisse hat, aber so im großen und ganzen kann man das schon machen.

                        Als erstes mal zur allgemeinen Ausstattung mit Computern. Computer sind ein Luxusgut, nur wenige Menschen haben einen daheim, und wenn schon dann sind es meistens alte Computer, die in Deutschland niemand mehr benutzen würde. Meistens so Pentium 3 und geringer und kaum einer hat mehr als 256 MB Ram. Da ich als Weißer, der mit Computern arbeitet, einen gewissen Ruf habe, kommen ab und zu Leute zu mir und wollen dass ich ihre Computer repariere. Das ist meistens nicht von Erfolg gekrönt, weil sie einfach an überalterung kaputt gehen. Der älteste Computer, den ich hier gesehen habe, war ein 15 Jahre alter Laptop. Intel Pentium I und 16 MB Ram.

                        Da so wenige Leute einen PC daheim haben, und noch viel weniger einen Internetanschluss (meistens über GPRS), gibt es hier sehr viele Internetcafes, die allerdings für einen Großteil der Bevölkerung unerschwinglich sind.

                        Die Ausstattung der Schulen mit Computern ist erbärmlich, ich habe in Dar-Es-Salaam an einer Privaten Grundschule (sehr hohe Schulgebühren) unterrichtet, und die hatten ganze 3 Computer in der Schule.

                        In so einem Umfeld ist es natürlich schwer, Computerkenntnisse zu erwerben.

                        Für uns ist das alles so selbstverständlich, aber hier einfach nicht. Wenn ich hier nach meinen Qualifikationen gefragt werde, dann muss ich immer passen, weil ich, außer einem halben Jahr sinnlosen TurboPascal nie wirklich Informatik in der Schule hatte. Und trotzdem kann ich hier weitaus mehr als fast alle Menschen.

                        Ich habe einen Jugendlichen kennengelernt, der auf eine teure Privatschule geht, und ganz stolz gesagt hat, dass er seit 4 Jahren in der Schule lernt mit Computern umzugehen. Aber was er dann im Endeffekt konnte, war nicht der Rede wert. Jeder deutsche 5.Klässler kann da mehr.

                        Es gibt hier an jeder Ecke Computerschulen, in denen man alles mögliche lernen kann. Am öftesten MS Office, dann noch ab und zu ein bisschen Web-Design oder speziellere Programme.

                        Deren Qualität reicht aber von total gruselig bis ganz gut. Und mit ungefähr 5 Euro die Woche sind sie auch nicht ganz billig. Aber das ist für viele die einzige Möglichkeit, die Benutzung eines Computers zu erlernen. Und dann auch nur sehr oberflächlich.
                        Aber man kann halt nicht jahrelanges Computernutzen in einem vierwöchigen Kurs nachholen. Das geht einfach nicht.

                        Wir sollten uns glücklich schätzen, dass wir die Möglichkeiten haben, immerzu an einem Computer zu gehen, der nicht uralt, virenverseucht oder kaputt ist.

                        Aber auch Tansania ist da, meiner Meinung nach, auf den richtigen Weg. Und mit steigenden Wohlstand werden auch automatisch die Computerkenntnisse steigen.