Das Blog von Benni und Jonas
  • Familienbilder

    Geschrieben am 27. Mai 2010 jonas 5 Kommentare

      Familie Tarimo aus Tansania

      Für meinen Bericht Familienbilder habe ich mir die Familie Tarimo ausgewählt.

      Die Familie Tarimo besteht aus Adelinus mit seiner Frau Mary, den Kindern aus Adelinus erster Ehe, Esther, Paulina, Joyce, und Collins, dem Kind was er mit seiner zweiten Frau, Mary hat. Adelinus` erste Frau ist 2006 gestorben, also keine Polygamie-Familie.

      Sie wohnen in Esso, einem kleinen Stadtteil, in dem aber unglaublich viele Leute leben. Es leben geschätzte 40000 Leute in diesem Gebiet, was man in einer knappen halben Stunde zu Fuß einmal durchqueren kann, nur um einmal die Bevölkerungsdichte zu veranschaulichen. Esso ist ein sehr armer Stadtteil, man könnte ihn durchaus als Slum bezeichnen.

      Allerdings sind nicht alle Leute die dort Leben arm. Es gibt zwar sehr viele Menschen, die nur in einer Lehmhütte leben, und sich zu fünft ein Zimmer teilen, aber es gibt auch eine ganze Reihe von ordentlichen Häusern. Die dann alle stark bewacht sind. Alle mit hohen Mauern drumherum, Zäunen, viel Stacheldraht und bei den bessergestellten kommt Nachts auch noch ein Wachmann.

      Mauer vor dem Hauseingang

      Familie Tarimo wohnt in einem dieser Häuser, hat allerdings keinen Wachmann. Das Haus besteht aus zwei Hälften, die baulich nicht miteinander verbunden sind. In der Mitte ist ein kleiner Hof, in dem die Wäsche gewaschen und getrocknet wird.

      Das Haus von innen ist für afrikanische Verhältnisse groß, es gibt sogar den Luxus eines eigenen Zimmers für jedes Familienmitglied, was für uns selbstverständlich ist, aber hier in Afrika eine absolute Seltenheit, wo sich doch viele Familien ein einziges Zimmer teilen müssen.

      Das Haus ist ganz gut eingerichtet, hat einen Anschluss Elektrizität, aber nicht an fließend Wasser, es gibt eine Küche, ein Wohnzimmer, was auch gleich der erste Raum ist, in dem man kommt.

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    • Karaokeeffekt mit Audacity herstellen

      Geschrieben am 24. Mai 2010 benni 7 Kommentare

        Am Beispiel des bekannten Playstationsspiels „Singstar“ lässt sich erkennen, dass Karaokespiele nach wie vor sehr beliebt sind. Da aber nicht jeder über diese Spielekonsole verfügt und die Titel auf dem Spiel auch stark begrenzt sind, stellt sich die Frage, wie man aus vorhandenen Musikstücken eine „Karaokeversion“ erstellen kann. Man muss also einen Weg finden, wie man den Gesang aus einer Aufnahme herausfiltern kann, so dass das Musikstück karaokegeeignet ist.

        Im großen Pool der Opensource Software gibt es natürlich ein Programm, mit dem man so eine Meisterleistung vollbringen kann. Zwar garantiert es nicht bei allen Musikstücken den Erfolg, aber bei den meisten müsste es so funktionieren (siehe Hintergrundinformationen). Es können nur Stereoaufnahmen bearbeitet werden.

        Das Programm

        Bei dem Programm, das ich für dieses Tutorial verwende, handelt es sich um nichts anderes als das weit verbreitete Audiobearbeitungsprogramm Audacity, was es für die meisten gängigen Betriebssysteme und Distributionen gibt. Für uns Ubuntuuser ist die Installation beispielsweise mit dem Befehl

        sudo apt-get install audacity

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      • Linuxundich schafft die 1.000.000 Marke

        Geschrieben am 21. Mai 2010 benni Keine Kommentare

          Eine enorme Zahl an Besuchern hat eines unserer Bloggervorbilder Christoph Langner aus Karlsruhe geschafft. Eine Million Besucher! Das ist eine Eins mit sechs Nullen! 10⁶! 1.000.000! Tausend mal Tausend!

          Wer es sich immer noch nicht vorstellen kann, man kann die Million auch anders darstellen:

          Als Geld

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        • Computerkenntnisse in Tansania

          Geschrieben am 21. Mai 2010 jonas 11 Kommentare

            Nachdem ich die letzten Male eigentlich immer nur über die Computerschulen in denen ich gearbeitet habe, berichtet war, ist es mal an der Zeit, ein bisschen über die Computerkenntnisse der Tansanier zu berichten. Das ist natürlich auch nur eine grobe Verallgemeinerung, da ja jeder unterschiedliche Kenntnisse hat, aber so im großen und ganzen kann man das schon machen.

            Als erstes mal zur allgemeinen Ausstattung mit Computern. Computer sind ein Luxusgut, nur wenige Menschen haben einen daheim, und wenn schon dann sind es meistens alte Computer, die in Deutschland niemand mehr benutzen würde. Meistens so Pentium 3 und geringer und kaum einer hat mehr als 256 MB Ram. Da ich als Weißer, der mit Computern arbeitet, einen gewissen Ruf habe, kommen ab und zu Leute zu mir und wollen dass ich ihre Computer repariere. Das ist meistens nicht von Erfolg gekrönt, weil sie einfach an überalterung kaputt gehen. Der älteste Computer, den ich hier gesehen habe, war ein 15 Jahre alter Laptop. Intel Pentium I und 16 MB Ram.

            Da so wenige Leute einen PC daheim haben, und noch viel weniger einen Internetanschluss (meistens über GPRS), gibt es hier sehr viele Internetcafes, die allerdings für einen Großteil der Bevölkerung unerschwinglich sind.

            Die Ausstattung der Schulen mit Computern ist erbärmlich, ich habe in Dar-Es-Salaam an einer Privaten Grundschule (sehr hohe Schulgebühren) unterrichtet, und die hatten ganze 3 Computer in der Schule.

            In so einem Umfeld ist es natürlich schwer, Computerkenntnisse zu erwerben.

            Für uns ist das alles so selbstverständlich, aber hier einfach nicht. Wenn ich hier nach meinen Qualifikationen gefragt werde, dann muss ich immer passen, weil ich, außer einem halben Jahr sinnlosen TurboPascal nie wirklich Informatik in der Schule hatte. Und trotzdem kann ich hier weitaus mehr als fast alle Menschen.

            Ich habe einen Jugendlichen kennengelernt, der auf eine teure Privatschule geht, und ganz stolz gesagt hat, dass er seit 4 Jahren in der Schule lernt mit Computern umzugehen. Aber was er dann im Endeffekt konnte, war nicht der Rede wert. Jeder deutsche 5.Klässler kann da mehr.

            Es gibt hier an jeder Ecke Computerschulen, in denen man alles mögliche lernen kann. Am öftesten MS Office, dann noch ab und zu ein bisschen Web-Design oder speziellere Programme.

            Deren Qualität reicht aber von total gruselig bis ganz gut. Und mit ungefähr 5 Euro die Woche sind sie auch nicht ganz billig. Aber das ist für viele die einzige Möglichkeit, die Benutzung eines Computers zu erlernen. Und dann auch nur sehr oberflächlich.
            Aber man kann halt nicht jahrelanges Computernutzen in einem vierwöchigen Kurs nachholen. Das geht einfach nicht.

            Wir sollten uns glücklich schätzen, dass wir die Möglichkeiten haben, immerzu an einem Computer zu gehen, der nicht uralt, virenverseucht oder kaputt ist.

            Aber auch Tansania ist da, meiner Meinung nach, auf den richtigen Weg. Und mit steigenden Wohlstand werden auch automatisch die Computerkenntnisse steigen.

          • Firefox 4

            Geschrieben am 12. Mai 2010 benni 4 Kommentare

              Höher, schneller, weiter – das ist so ziemlich die Standardankündigung, wenn es um einen neuen Browser geht. So ist es auch bei Mozilla, denn vorgestern stellte die Softwareorganisation die künftige Version des allseits bekannten Browsers Firefox vor.

              Die vierte Version steht unter dem Motto: schnell, leistungsstark und ermächtigend. Dieses wird wie folgt erklärt:

              • Schnell: Firefox wird super-duper schnell
              • Leistungsstark: Neue offene, Webstandardtechnologien werden ermöglicht (HTML5 und folgendes!)
              • Ermächtigend: Der Benutzer erhält die volle Kontrolle über den Browser und das Weberlebnis Weiterlesen »
            • DVDs rippen mit AcidRip

              Geschrieben am 10. Mai 2010 benni 6 Kommentare

                Wer in den Urlaub fährt, einen Ausflug macht, eine lange Zugfahrt vor sich hat oder aus einem anderen Grund gerne einen Film schauen möchte, ohne dabei die unhandlichen DVDs mitzuschleppen, für den gibt es ein tolles, kleines Tool.

                AcidRip ermöglicht es, Filme von gekauften DVDs auf der Festplatte zu speichern. Das Programm ist einfach zu bedienen und lässt sich mit einem einfachen sudo apt-get install acidrip aus Ubuntus Repositories installieren.

                Das Programm nutzt dabei in Wirklichkeit MEncoder um seine Aufgaben zu erledigen. Es bietet „nur“ eine Übersicht in einer grafischen Oberfläche, welche Einstellungen man vornehmen kann. Es eignet sich deswegen besonders für Einsteiger, die sich nicht all zu sehr mit Codecs auskennen. Aber Achtung: Die Entwicklung des Programms wurde eingestellt. Weiterlesen »

              • Nairobi

                Geschrieben am 6. Mai 2010 jonas Keine Kommentare

                  Wie versprochen berichte ich nun über die verbleibenden zweieinhalb Tage, die wir nicht mit Taize verbracht haben. Sonntag Mittag war Taize zuende, wir wurden in die Freiheit entlassen. Wir haben uns dann von unseren zwei tansanischen Freunden verabschiedet, sind mit dem Matatu in die Innenstadt gefahren. Da wir keine Ahnung hatten und auch keinen Stadtplan, sind wir einfach irgendwo ausgestiegen, was nach Innenstadt aussah. Und wir hatten sogar Glück, es war die Innenstadt. Der erste, was wir uns dachten, als wir in der Stadt waren, war, dass wir nicht mehr in Afrika sind. Nairobi sieht fast so aus wie eine Europäische Großstadt. Mit Wolkenkratzern im Stadtzentrum, mehreren Parks, ordentlichen Straßen, Stadtbussen, öffentliche Toiletten, Fußgängerampeln und vielem mehr. Und Nairobi ist hektisch. Ebenfalls wie daheim.
                  Wir sind also erstmal ziellos rumgeirrt, dann haben wir eine Bank gesucht, und als wir die gefunden haben, sind wir erstmal in eine der vielen Bäckereien gegangen und haben uns dort Torten und Kuchen gekauft. Mit diesem sind wir dann in den Central Park von Nairobi gegangen, haben uns dort in den Schatten gelegt und uns erst einmal ausgeruht. Weiterlesen »

                • Eine Woche in Nairobi

                  Geschrieben am 5. Mai 2010 jonas 2 Kommentare

                    Maik, Jonas und zwei weitere Teilnehmer an Taize

                    Nach Ostern waren Maik und ich eine Woche in Nairobi.
                    Es fing damit an, dass wir von unserem Pfarrer gefragt wurden, ob wir nicht Lust hätten, an einem Taize-Seminar in Nairobi teilzunehmen. Zwei Jugendliche aus der Gemeinde würden fahren, und eben wir zwei. Maik hat sofort zugesagt, ich war mir nicht so sicher. Das lag zum einen daran, dass ich überhaupt nicht wusste, was ich mit Taize anzufangen habe. Habe mich dann darüber informiert (Danke Benni!) und zum anderen habe ich hier in Tanzania mit Religion viele schlechte Erfahrungen gemacht. Aber nachdem alle die ich gefragt habe, gesagt haben, dass ich gehen soll, hat dann doch die Neugier über die Skepsis gesiegt.

                    Am 7. April sind wir (Elias und Daniel, die zwei Tansanier, Maik und ich) dann frühs mit dem Bus von Arusha nach Nairobi gefahren. Der Grenzübertritt hat problemlos geklappt, obwohl wir an der Grenze Geld wechseln mussten und auch noch auf die Toilette gegangen sind. Nach 7 Stunden Fahrt sind wir dann nachmittags in Nairobi angekommen. Wir sind dann vom Busbahnhof ein bisschen gelaufen und dann in ein Matatu, so heißen die Dala-Dalas in Kenia, gestiegen und zur „Mji wa Furaha“, Stadt der Freude, unserem Seminarort gefahren. Weiterlesen »

                  • Weihnachten im Agape-Centre in Tansania

                    Geschrieben am 1. Mai 2010 jonas Keine Kommentare

                      Dieser Beitrag ist zur richtigen Zeit geschrieben und zur falschen Zeit veröffentlicht worden.

                      Karte von Tansania

                      Den Vormittag am Heiligabend haben wir damit verbracht, in die Post zu fahren. Das hat diesmal ganze 3 Stunden gedauert, doppelt soviel wie normal.
                      Leider war kein Brief für mich in der Post, aber egal. Hat sich trotzdem gelohnt dahinzufahren, weil wir noch ein bisschen einkaufen waren. Für Weihnachten. Ein bisschen Zunaschen und so Zeugs.
                      Abends gab es dann wie jeden Tag um 7 Uhr Essen, nichts besonderes eigentlich.
                      Danach haben Patrick und ich ein bisschen Bescherung auf dem Dach gemacht, haben ein bisschen nach Deutschland telefoniert.
                      Um 9 Uhr gab es dann die Heiligabendmesse.
                      Die ganze Kirche war geschmückt. Die Messe hat dann 2,5 Stunden gedauert (wie immer eigentlich) und war eigentlich eine ganz normale messe (ich hab zumindest nix besonderes mitgekriegt, aber das kann auch an meinen mangelnden Suaheli-Kenntnissen liegen).
                      Danach hat uns Massave gesagt, dass wir jetzt noch kurz im Speisesaal ein bisschen Weihnachten feiern.
                      In dem Saal haben wir uns dann alle in einen Kreis gesetzt, zuerst ein bisschen gebetet und gesungen, und danach gab es Geschenke. Unter dem “Weihnachtsbaum” lagen ganz viele Geschenke mit den namen drauf.
                      Dann wurden immer kleine Gruppen vorgebeten, die sich dann ihre Geschenke raussuchen durften.
                      Auf einmal waren dann wir dran, und haben unsere Geschenke bekommen. Jeder von uns hat ein Hemd geschenkt bekommen
                      das fand ich ganz lieb, weil wir ja überhaupt nicht damit gerechnet haben, irgendwas zu bekommen (wir haben aber auch nicht damit gerechnet, dass an Heiligabend noch was außer der Messe ist ;) )
                      Danach wurde noch für Familie Isidori gebetet, weil sie am Tag vorher ein Kind bekommen haben.
                      Es gab noch ein paar kleinere Reden, bevor es dann noch Mandazi (eine art Krapfen) mit Tee gab.
                      Nach guten 2 Stunden war dann auch das feiern so gegen 1 Uhr Zuende. Also nix mit kurz, hat aber nichts gemacht, weil es ja sehr schön war. Weiterlesen »