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Von Etch zu Lenny auf dem Server
Geschrieben am 28. Januar 2010 4 KommentareDa Etch ja nicht mehr lange mit Sicherheitsupdates unterstützt wird, mein vServer aber noch mit ebendieser alten Version des Betriebssystems lief, stand gleich zu Beginn meiner vServer-Karriere ein hartes und nicht ungefährliches Unterfangen an: Das Upgrade.
Der Support meines Anbieters (server4you) sandte mir lediglich eine Schritt für Schritt Anleitung, wie ich dieses Upgrade vollführen kann. Zusammen mit professioneller Hilfe (stellvertretend für einige andere aus dem IRC) habe ich mich dann auch an dieses Projekt gewagt. Wie, das werde ich nun erzählen.
Achtung: Ein Upgrade ist wirklich kein Spaziergang – zumindest nicht immer. Dabei kann viel schief gehen, darum macht das nur, wenn ihr euch gut damit auskennt oder zumindest jemanden bei euch habt, der sich damit auskennt und weiß was da passiert. Solltet ihr dieses Upgrade auf einem echten Server machen, empfehle ich euch die offizielle Anleitung!
Vorbereitung
Die Vorbereitung für das Update ist quasi das A und O bei dieser Aktion. Wenn ihr die Vorbereitung richtig abgeschlossen habt, ist der größte Schritt schon getan. Also seid aufmerksam und vorsichtig dabei.
Backups erstellen
Gleich der erste Schritt ist der wohl wichtigste bei der ganzen Chose. Macht ein Backup von mindestens den Ordnern /etc und /var/lib/. Am besten ist allerdings ein Gesamtbackup der ganzen Platte. Ansonsten grundsätzlich von allen Daten, auf die ihr nicht verzichten könnt oder wollt. Das Erstellen einer Liste mit allen installierten Programmen ist sicherlich auch sinnvoll.
Aptitude und Screen installieren
Wenn noch nicht geschehen sollte man sich vor dem Projektbeginn noch aptitude und screen besorgen. Aptitude, weil das schlichtweg gebraucht wird, und screen weil es bei Problemen hilfreich ist. Bitte vorher mit Screen auseinandersetzen! Danach screen starten.
Quellen ändern
Logischerweise braucht Lenny auch Lennyquellen, damit es die aktuellere Software installieren kann. Dazu in der /etc/apt/sources.list jeweils das Wort „etch“ durch „lenny“ ersetzen. Alle Spiegel findet ihr hier auf der Debianhomepage. Danach die Paketliste neu einlesen lassen:
# aptitude update
Platzbedarf abschätzen
Was natürlich nicht passieren sollte, ist, dass der Platz auf der Festplatte nicht mehr ausreicht. Über den folgenden Befehl sieht man, wieviel Speicherplatz das Upgrade etwa auf der Festplatte zusätzlich verbraucht:
# aptitude -y -s -f --with-recommends dist-upgrade [ ... ] XXX upgraded, XXX newly installed, XXX to remove and XXX not upgraded. Need to get xx.xMB/yyyMB of archives. After unpacking AAAMB will be used. Would download/install/remove packages.
Was tun, wenn der Platz nicht ausreicht?
Sitzung protokollieren
Um bei evtl. auftretenden Fehlern besser nach der Ursache suchen zu können, ist es sicherlich sinnvoll, das Paket „script“ zu nutzen, damit die Sitzung aufgezeichnet wird. Dazu gibt man den folgenden Befehl ein, womit die Befehle und Ausgaben aus der Shell abgespeichert werden:
# script -t 2>~/upgrade-lenny.time -a ~/upgrade-lenny.script
Das Upgrade
Apt bzw. Aptitude aktualisieren
Zunächst sollte man die Software, mit der man aktualisiert, aktualisieren. Je nachdem, was man aktualisieren möchte, gibt man entweder
# apt-get install apt
oder
# aptitude install aptitude # aptitude search "?false"
ein und aktualisiert die Software dadurch.
Sicherheitsupgrade
Langsam ernährt sich das Eichhörnchen. Zuerst mit einem
# aptitude safe-upgrade
anfangen. Das installiert sozusagen im Schongang die ersten Aktualisierungen. Dabei werden evtl. einige Pakete entfernt.
Volles Update
Wenn es bis hierher reibungslos ging, bleibt noch ein letzter Befehl übrig:
# aptitude dist-upgrade
Fertig
Nach einem Neustart kann man mitlsb_release -a
herausfinden, ob man Lenny erfolgreich auf den Server gebracht hat, oder nicht.
Kommentare:
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Ich habe schon so viele Upgrades auf Debian-Servern durchgeführt und noch NIE hat es ein richtig schwerwiegendes Problem gegeben. Nur der Kernelupgrade ist der einzige kritische Punkt, wenn die entfernte Maschine da nicht mehr hochfährt, hat man ein Problem.
Ich habe erst vor kurzem 2 uralte Sarge und einen Woody Server auf Lenny aktualisiert. Natürlich immer schön von einer Version zur nächsten. Und alle Server laufen einwandfrei.
Wichtig beim upgrade ist nur LESEN der Meldungen.
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sharky 28. Januar 2010 um 12:17
Kernel wechseln fällt bei vservern wohl eher flach.
Ich bevorzuge bei system upgrades allerdings die variante: virtuelles system aufsetzen, prüfen ob die konfigurationsvariablen sich geändert haben (soll ja mal vorkommen) im zweifelsfall halt anpassen der konfiguration und testen ob alles wie gewünscht läuft.
Wenn ja, wird mit eben dieser konfiguration der server neu aufgesetzt und die nutzdaten zurückgespielt.
Dauert länger, aber so kann ich fast sicher sein, dass ich keine bösen überascheungen erlebe. -
Pere Lachaise 10. Mai 2010 um 15:34
Danke für das Howto, hat mir sehr geholfen.
Spricht im Übrigen nicht für Vserver Packages anzubieten die nicht mehr unterstützt werden (Suse, Debian, …).
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[...] sondern auf unserem gemieteten vServer bei der Firma server4you. Als Betriebssystem haben wir Debian Lenny, als CMS weiterhin WordPress. Alle WordPresslinks der seit Juni erstellten Artikel sollten [...]
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Arthur 28. Januar 2010 um 10:25