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Gnome-Shell
Geschrieben am 25. September 2009 11 KommentareNachdem bald (nächstes Jahr) GNOME 3.0 erscheint, kann man jetzt schon einen Blick auf auf einige elementare Komponenten werfen, darunter die neue Gnome-Shell und Zeitgeist, ein Tool zum Dateien verwalten/durchsuchen.
Wie man die Gnome-Shell auf seinen Ubuntu-Rechner bekommt, das zeigen wir heute.Installation
Um die Gnome-Shell installieren zu wollen braucht man ein normales Linux-System und einen Grafiktreiber, der 3D-Fähigkeiten hat (radeon, radeonhd, vesa etc. reichen also nicht aus)
Karmic
In Karmic ist dies relativ einfach, da die Gnome-Shell in den Quellen mit drin ist. Einfach in ein Terminal
sudo apt-get install gnome-shell
eingeben, oder das grafische Frontend seiner Wahl nutzen.
Jaunty
In Jaunty ist das Installieren der GNOME-Shell schon etwas schwieriger, aber bei weitem nicht unmöglich.
Als erstes muss man sich das Installationsskript hier herunterladenwget http://svn.gnome.org/svn/gnome-shell/trunk/tools/build/gnome-shell-build-setup.sh
danach führt man das Skript aus
./gnome-shell-build-setup.sh
Dabei werden schon ein paar Dateien heruntergeladen.
Man wird danach noch aufgefordert, ein paar Abhängigkeiten zu installieren, was genau fehlt wird einem immer angezeigt. Bei mir hat allerdings noch das Paket libgnome-desktop-dev zusätzlich zu den genannten Paketen gefehlt. Wenn noch was fehlt, dann meckert das Programm im Verlauf der Installation und man kann es noch nachinstallieren.
Wenn die ganzen Abhängigkeiten Installiert sind, führt man diesen Befehl aus:~/bin/jhbuild build
Dies kann nun abhängig von der Internetverbindung und der Rechnergeschwindigkeit etwas dauern, da sieben Programme heruntergeladen und kompiliert werden müssen.
Wenn dabei keine Probleme auftreten, hat man seine Gnome-Shell nun fertig kompiliert.Fedora und andere Distris
Das Installationsskript ist neben Ubuntu auch an Fedora angepasst, also werden auch die fehlenden Abhängigkeiten für Fedora ausgegeben. Für andere Distributionen muss man sich die fehlenden Abhängigkeiten selbst zusammensuchen, wenn man die Äquivalente zu diesen Ubuntupaketen installiert hat, ist man auf der richtigen Seite:
build-essential automake gnome-common flex bison curl git-core subversion gtk-doc-tools mesa-common-dev xulrunner-1.9-dev libdbus-glib-1-dev libffi-dev libgconf2-dev libgtk2.0-dev libgl1-mesa-dev libgstreamer-plugins-base0.10-dev python2.5-dev libwnck-dev libreadline5-dev librsvg2-dev libgnomeui-dev
Die weitere Installation erfolgt dann wie bei Jaunty.
Update
Für Karmic natürlich kein Problem, unter allen anderen Versionen/Distributionen mit diesen Befehl leicht realisierbar:
~/bin/jhbuild build –force –clean
Hierbei wird alles nochmal neu heruntergeladen und kompiliert.
Starten
die Gnome-Shell wird mit
~/install/bin/gnome-shell --replace
Dabei wird Metacity, Kwin, oder was man sonst benutzt durch die Gnome-Shell ersetzt.
Nun kann man die Gnome-Shell als Window-Manager benutzen.Fazit
Wenn man sich die Gnome-Shell mal anschaut, dann fällt einem schon auf, dass die Gnome-Shell zum einen noch nicht wirklich fertig, und zum anderen, dass sie komplett anders als ein normales Gnome 2.x ist.
Wenn man auf Aktivitäten klickt, dann wird der Desktop ein bisschen verkleinert und man kann die geöffneten Anwendungen in dem Menü sehen, sowie die zuletzt geöffneten Dokumente betrachten. Natürlich kann man auch neue Anwendungen starten oder Dokumente mittels des Dateibrowsers öffnen.
Neu ist, dass man Standardmäßig nur einen Desktop hat, man aber beliebig viele hinzufügen kann.
Was ein bisschen schade ist, dass die Gnome-Shell noch nicht wirklich mit Compiz zusammenarbeitet, aber das kommt vielleicht noch.
Man kann sagen, dass sich die Gnome-Entwickler sicher was Gutes dabei gedacht haben, allerdings empfinde ich, soweit ich dies bis jetzt sehen kann, nicht wirklich als Fortschritt. Ich finde Gnome 2.x in Kombination mit Compiz einfach unschlagbar (außer vielleicht in der Geschwindigkeit
). Gerade an Gnome gefällt mir dieses dreigliedrige Menü mit Anwendungen, Orte und System, was jetzt durch ein unübersichtliches Menü, ähnlich des K-Menüs, geopfert wird. Auch dass man zu einem Wechsel der Arbeitsfläche über dieses Menü gehen muss, finde ich nicht gut.
Naja, vielleicht wird da ja noch was verbessert.
Abschließend kann man sagen, als Add-On zu einem normalen Gnome ist es ja ganz nett, aber so als Ersatz noch nicht ganz durchdacht und ausgereift. Aber bis zum Release dauert es ja noch ein halbes Jahr, und da kann ja bekanntlich viel passieren.hier noch ein paar Bilder:
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
- Gnome-Shell
Gruß JonasKommentare:
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ganz ehrlich? Ich kann mit dir nicht übereinstimmen. Ich hab zwar bislang nur Screenshots und Videos der GnomeShell gesehen, aber was ich da sehe begeistert mich völlig: Endlich weg von diesem Taskleisten Schema was seid der Zeit existiert seit der es eine grafische Oberfläche gibt (schon Win 3.11 hatte das wenn ich mich recht entsinne, spätestens aber Win95)
Ich find es einfach klasse das gerad die Gnome Entwickler einen Schritt in eine komplett neue Richtung wagen und die Begründungen die sie geben warum sie das so machen (Desktop hat nicht im Vordergrund zu stehen, sondern das programm was der User ausführt) sind logisch und vollkommen richtig.
Weiter so!
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Ich finde auch, dass der Desktop sehr gewöhnungsbedürftig und noch nicht ganz so intuitiv zu bedienen ist.
Was Compiz angeht, so soll Mutter eigentlich der Ersatz für Metacity und Compiz werden. So wie Compiz ja auch Metacity ersetzt hatte (mit zusätzlichen Funktionen). Ich denke, dass man auch hier in Zukunft Erweiterungen in Form von Plugins nutzen können wird.
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Kurze Anmerkung: Wie kommst du auf die Idee, dass die Treiber radeon und radeonhd keine “3D-Faehigkeiten” haben?
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Zaidira 25. September 2009 um 16:00
Kann da auch nicht ganz mit dir übereinstimmen. Ich hab das Ding momentan am Laufen und bin einfach nur begeistert. Klar die Performance ist nicht die Beste, mir fehlt ein Menü zum Einstellen bestimmter Sachen. Aber ansonsten bin ich einfach begeistert vom neuen Desktop und hoffe, dass die Entwicklung weiter geht, weg vom alten “Taskleisten-Desktop” hin zu was Neuem.
PS: Ja, dass Menü sollten man wieder in drei Teile gliedern, aber das ist ja auch mit Gnome-Shell möglich.
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Um die Gnome-Shell instalieren zu wollen braucht man ein normales Linux-System und einen Grafiktreiber, der 3D-Fähigkeiten hat (radeon, radeonhd, vesa, etc reichen also nicht aus)
Soll das heißen, dass Gnome3 nicht auf meinen Laptop für den es keine 3d Treiber (sis Karte) gibt laufen wird ?
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Tobias, ich bin mir recht sicher dass GNOME3 auch ohne 3D-Treiber laufen wird.
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Christian 26. September 2009 um 06:23
Danke für die vielen Screenshots. Bisher hatte ich nur die “offiziellen” Screenshots gesehen.
Hier sieht man richtig schön das auf allen vier virtuellen Desktops komplett identische Desktop-Icons zu finden sind. Das war ja zu allen Gnome zeiten zu bemängeln, aber jetzt fällt es erst wirklich ins Auge wie sinnlos das eigentlich ist
Ich bin auf jeden Fall gespannt wie sich die Software noch weiterentwickeln wird.
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Hi,
ich habe dies mal unter Karmic ausprobieren wollen.
Habs über apt installiert und dann mitgnome-shell –replace
gestartet als Ergebnis bekomme ich:
Fensterverwalter-Warnung:Log level 16: Could not load library [/usr/lib/mutter/plugins/libgnome-shell.so (/usr/lib/mutter/plugins/libgnome-shell.so: undefined symbol: meta_alt_tab_handler_get_type)]
Fensterverwalter-Warnung:Log level 8: failed to load pluginsjemand eine Idee?
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tipserteufel 15. Oktober 2009 um 19:59
das angeprisene gnome-shell, so einen sch… habe ich noch nie gesehn !!!
sobald es installiert ist und man startet es hat man keinen zugriff mehr auf die bereiche “SYSTEM” ect. !!! also finger weg von dem Müll ! 2 jahre dann könnte es was werden aber so ist das neue Gnome der aller letzte scheiß.
echt peinlich sowas schon zugänglich zu machen.
stellt euch mal vor wenn jemand einen automatische startet für den mist anlegt, wie bekommt der den wieder raus (jaja shell, ich weiß ist aber umständlich, oder kill
)
aber sowas wie das sytem außen vor zu lassen, da kann man sich nur an den kopf fassen.
wenn man die konsole schließt in die man vorher “gnome-shell –replace” eingeben muste damit der mist startet, hat man nen ganz dollen effekt man hat garkein menü mehr und man kann den rechner nur noch neu starten.
also bleibt mein fazit nur.selten sowas schlechtes wie diesen schrott gesehn !
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Gnomologe 1. November 2009 um 01:22
Erstens: Klicken auf den Benutzernamen dann sieht man “Systemeinstellungen”. Da findet man alles.
Zweitens: Es gibt ausführliche Anleitungen wie man die gnome-shell im Fenster und als Ersatz für metacity einrichtet _und_ wieder entfernt.
Drittens: Wenn man die Konsole trotz Warnung schließt… Nun ja.
Ansonsten STRG-ALT-F1 und sudo reboot.Ist halt noch fünf Monate vor public und da sind solche Kommentare einfach überflüssig. Das Ding _ist_ noch nicht fertig.
Lesen bildet.
Btw: Ubuntu 9.10 mit Gnome-Shell hier.
Bin trotz frühen Stand begeistert … -
gschudeu 7. November 2009 um 12:24
Die Bildschirmfotos und Filme bei youtube.com sehen hübsch aus, keine Frage. Es kommt nicht darauf an, Bilder und Videos zu beurteilen, die praktische Arbeit ist wichtig!
Ich habe gut zwei Stunden experimentiert.
- Eine Anwendung minimiert, vom Bildschirm verschwunden, wieder aktivieren über Aktivitätsknopf und zweiten Klick auf die Anwendung im Desktop.
- Arbeiten mit z.B. vier Fenstern, dann sollte am Besten von jedem ein Eckchen hervorstehen, damit es durch einen Klick in den Vordergrund kommt.
- Folgende Situation, Anwendung als Vollbild im Vordergrund, darunter ein kleineres Fenster. Wie kommt man an das kleine Fenster?
1. Klick auf Aktivitätsknopf, keines Fenster im Desktop wählen
2. Vollbild nach unten verschieben, bis das kleine Fenster geklickt werden kann
Gnome soll ja auch für kleine Bildschirme geeignet sein, da braucht man schon mal ein Vollbild.
Ich möchte Gnome mit Panelen und Compiz behalten, wenn es zukünftig zwei Gnome-Varianten gibt, für mich wäre das in Ordnung. Gnome ist für mich gleichbedeutend mit effektiven Arbeiten, hoffentlich noch lange.gschudeu
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detru 25. September 2009 um 08:36